ZDF wirft Elon Musk vor, Unruhen in Nordirland anzuheizen – doch rudert der Sender zurück
Claudia SchmidtZDF wirft Elon Musk vor, Unruhen in Nordirland anzuheizen – doch rudert der Sender zurück
Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ZDF hat Elon Musk vorgeworfen, einen Bürgerkrieg in Nordirland anzustacheln. Im Mittelpunkt der Anschuldigung steht seine Rolle bei der Verbreitung von Aufrufen zu Protesten nach einem gewaltsamen Angriff in Belfast. Der Vorfall hat weitverbreitete Unruhen und Krawalle ausgelöst, die sich gezielt gegen Migrantengemeinden richten.
In Belfast war es zu Ausschreitungen gekommen, nachdem ein sudanesischer Staatsbürger, Hadid Allodid, bei einem Angriff auf offener Straße den Schotten Stephen Ogilvie fast enthauptet hatte. Ein Video des Übergriffs verbreitete sich rasant in sozialen Medien, schürte die Wut und führte zu schweren Krawallen. Demonstranten warfen Brandsätze auf von Migranten bewohnte Häuser und einen afrikanisch geführten Supermarkt.
Wie das ZDF-Magazin ZDF heute live berichtete, nutzten Musk und der britische Rechtsextremist Tommy Robinson die Plattform X, um zu einer „Jagd auf Migranten“ aufzurufen. In dem Beitrag hieß es zudem, Musk habe Robinsons Aufruf zu Protesten verstärkt und geschrieben: „Nur durch wiederholten und lauten Protest haben wir eine Chance.“
Später räumte das ZDF ein, die Formulierung in seiner Sendung sei unpräzise und irreführend gewesen.
Die Unruhen in Belfast verschärfen sich weiter – ausgelöst durch den Angriff und die anschließenden Proteste. Der Sender hat inzwischen Ungenauigkeiten in seiner Berichterstattung über Musks Beteiligung eingeräumt. Die Lage bleibt angespannt, während die Behörden mit den Folgen der Gewalt umgehen.






