Wolfenbüttel senkt Kita-Gruppengrößen als erste Stadt Niedersachsens
Claudia SchmidtWolfenbüttel senkt Kita-Gruppengrößen als erste Stadt Niedersachsens
Wolfenbüttel reduziert Gruppengrößen in allen Kitas bis zum Kindergartenjahr 2026/2027
Der Rat der Stadt Wolfenbüttel hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Gruppengrößen in sämtlichen 29 Kindertagesstätten der Kommune bis zum Kindergartenjahr 2026/2027 zu verringern. Damit ist Wolfenbüttel die erste Stadt in Niedersachsen, die einen solchen Schritt umgeht.
Die Maßnahme ist Teil des Demografieprogramms 2030, das die Betreuungsqualität angesichts sinkender Geburtenraten verbessern soll. Da weniger Kinder Plätze benötigen, nutzt die Stadt die Gelegenheit, um die Gruppenstärken zu reduzieren: Krippengruppen werden von 15 auf 14 Kinder verkleinert, Kindergartengruppen von 25 auf 24 und Hortgruppen von 20 auf 19.
Der Beschluss folgt Forderungen von Kita-Leitungen und Elternvertretern nach kleineren Gruppen. Während der Rat dem Vorhaben zustimmte, enthielten sich zwei Mitglieder der AfD-Fraktion bei der Abstimmung. Die Verwaltung erhofft sich durch die Anpassung eine bessere Lern- und Betreuungsumgebung für Kinder und Fachkräfte.
Wolfenbüttel geht damit als Vorreiter in der Region voran – bisher hat keine andere niedersächsische Stadt ähnliche Reduzierungen umgesetzt. Die neuen Regelungen gelten sowohl für kommunale als auch für private Einrichtungen.
Die angepassten Gruppengrößen treten zum Schuljahr 2026/2027 in Kraft. Alle 29 Kitas in Wolfenbüttel passen dann ihre Kapazitäten an: Krippe maximal 14 Kinder, Kindergarten 24 und Hort 19. Die Stadt erwartet, dass die Umstellung die Betreuungsqualität steigert und gleichzeitig auf die nachlassende Nachfrage nach Kita-Plätzen reagiert.






