12 June 2026, 16:04

Wolfenbüttel plant Aus für städtische Grabpflege ab 2023

Rückzug vom Friedhof: Stadt Wolfenbüttel bietet keine Grabpflege mehr an

Wolfenbüttel plant Aus für städtische Grabpflege ab 2023

Stadtrat von Wolfenbüttel stimmt über Ende der kommunalen Grabpflege ab

Nächste Woche wird der Stadtrat von Wolfenbüttel über einen Vorschlag abstimmen, die städtische Grabpflege einzustellen. Die Änderung soll zum 1. Juli 2023 in Kraft treten. Bestehende Verträge für Einzel- und Jahresgrabpflege werden nach 2026 nicht mehr verlängert.

Die Verwaltung begründet dies damit, dass die Übernahme der Grabpflege durch die Kommune keine gesetzliche Pflicht sei. Zudem verursache der Service einen hohen administrativen und koordinativen Aufwand. Trotz früherer Gebührenerhöhungen bleibe eine Finanzierungslücke bestehen.

Für die Pflege privater Gräber auf städtischen Friedhöfen werden keine neuen Verträge mehr vergeben. Saisonale Pflegekräfte werden bei natürlichem Ausscheiden nicht ersetzt. Die Stadt strebt an, durch Umstrukturierung Personalkosten zu senken und den Personalabbau sozialverträglich zu gestalten.

Laut Behörden sei eine öffentliche Bereitstellung des Services weder notwendig noch wünschenswert für einen funktionsfähigen Markt. Ziel des Vorhabens ist es, die Kommune vollständig aus diesem Bereich zurückzuziehen.

Falls der Beschluss angenommen wird, endet die kommunale Grabpflege ab Juli 2023. Bestehende Vereinbarungen laufen bis Ende 2026 aus. Die Stadt erwartet dadurch geringere Kosten und einen verringerten Verwaltungsaufwand.

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