Wolfenbüttel plant 1,5-Millionen-Investition für modernen Kunstrasen im Oker-Stadion
Finn ZimmermannWolfenbüttel plant 1,5-Millionen-Investition für modernen Kunstrasen im Oker-Stadion
Der Stadtrat von Wolfenbüttel stimmt in Kürze über einen 1,5-Millionen-Euro-Plan ab, um den B-Platz im Oker-Stadion aufzuwerten. Das Vorhaben sieht vor, die bestehende Fläche in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln, der teilweise durch Fördermittel und Einsparungen aus einem anderen Projekt finanziert wird. Bei Zustimmung könnten die Arbeiten noch bis Jahresende abgeschlossen werden.
In dem Antrag ist zudem der Austausch des abgenutzten Kunstrasens beim BV Germania für 310.000 Euro vorgesehen. Beide Modernisierungen sollen die örtlichen Fußballanlagen rechtzeitig zur Saison 2026 verbessern.
Der neue Platz im Oker-Stadion wird mit Sandsplitt statt mit Kunststoffgranulat verfüllt. Diese Entscheidung folgt wachsenden Bedenken hinsichtlich Mikroplastikbelastung durch ältere Kunstrasenvarianten. Die Stadt plant, die 1,5 Millionen Euro durch einen 700.000-Euro-Zuschuss sowie weitere 200.000 Euro aufzubringen, die aus einem verkleinerten Projekt in Adersheim stammen.
Die erste Herrenmannschaft des ESV Wolfenbüttel, die nach der Winterpause aktuell auf Platz zwei der Bezirksliga steht, würde so eine moderne Trainings- und Spielstätte erhalten. Der Verein verfügt bereits über drei Kunstrasenplätze – dieser wäre der vierte und würde die Kapazitäten für lokale Mannschaften erweitern.
Zudem wird sich der Rat mit dem maroden Rasen beim BV Germania befassen. Die 310.000 Euro für den Austausch spiegeln den anhaltenden Sanierungsbedarf der Fußballanlagen in der Region wider. Zwar gibt es keine zentrale Erfassung der Kunstrasenplätze in Braunschweig, doch der Niedersächsische Fußball-Verband verzeichnet landesweit über 20 solche Flächen – mehrere davon bei benachbarten Vereinen wie dem Wolfenbütteler SV und dem Goslarer SC.
Die endgültige Entscheidung über beide Projekte fällt am 18. März. Bei einer Genehmigung sollen die Bauarbeiten im Oker-Stadion noch vor Ende 2025 abgeschlossen werden.
Die Aufwertungen würden Wolfenbüttels Fußballinfrastruktur an regionale Trends anpassen, wo Kunstrasen zunehmend verbreitet ist. Die Mannschaften des ESV Wolfenbüttel profitierten von besseren Anlagen, während die Platzsanierung beim BV Germania langjährige Abnutzungserscheinungen behebt. Die Finanzierung stützt sich auf externe Fördergelder und umgeschichtete Haushaltsmittel – der Rat gibt mit seiner Abstimmung die weitere Richtung vor.