Wiesbadener Kommunalwahl: Neuauszählung ändert Machtverhältnisse im Stadtrat
Hannah FuchsWiesbadener Kommunalwahl: Neuauszählung ändert Machtverhältnisse im Stadtrat
Neuauszählung der Wiesbadener Kommunalwahl verändert Zusammensetzung des Stadtrats
Eine erneute Auszählung der Stimmen bei der Wiesbadener Kommunalwahl hat die Sitzverteilung im Stadtrat verändert. Bei der Überprüfung wurden Fehler in der Stimmauszählung festgestellt, die zu einer Verschiebung der Mandate führten. Eine Partei zieht nun erstmals in den Rat ein, während eine andere einen Sitz verliert.
Das Wahlgremium stellte fest, dass zahlreiche Stimmen fälschlicherweise für ungültig erklärt worden waren. Betroffen waren Wähler, die zwei Parteilisten angekreuzt, aber zusätzlich Einzelkandidaten ausgewählt hatten. Nach der Neuauszählung sicherte sich Lukas Haker von Die Partei einen Sitz im Stadtparlament. Gleichzeitig verlor der CDU-Kandidat Martin Woitschell sein Mandat, wodurch sich die Fraktionsstärke der CDU von 22 auf 21 Sitze verringert.
Die endgültige Sitzverteilung sieht nun wie folgt aus: Die CDU hält 21 Sitze, die SPD 18, die Grünen 12, die AfD 10, die Linke 6, FDP und Volt jeweils 4. Pro Auto, Die Partei, Partei für Gerechtigkeit, BSW, FWG, PdF und die Freien Wähler stellen jeweils ein Mandat. Zudem empfahl das Gremium eine Wiederholungswahl im Briefwahlbezirk Nordost, da dort weiterhin Unregelmäßigkeiten bestehen.
Die Änderungen könnten Auswirkungen auf die Regierungsbildung haben. Die bisherige Koalition könnte ihre Mehrheit behalten und damit einen Machtwechsel abwenden.
Die Neuauszählung hat den Wiesbadener Stadtrat neu geordnet: Die Partei gewinnt einen Sitz, die CDU verliert einen. Sollten die Unstimmigkeiten im Wahlbezirk Nordost bestehen bleiben, könnte es dort zu einer Wiederholungswahl kommen. Die angepassten Ergebnisse könnten die Bildung der nächsten Kommunalregierung beeinflussen.






