29 March 2026, 00:09

Warum Wohneigentum in Deutschland immer teurer wird als Mieten

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von Plänen und Text, der seinen Aufbau beschreibt.

Warum Wohneigentum in Deutschland immer teurer wird als Mieten

Wohneigentum in Deutschland wird durch Steuern und Abgaben immer teurer – Mieten bleibt oft die günstigere Alternative

Der Kauf einer Immobilie in Deutschland entwickelt sich zunehmend zu einer finanziellen Belastung, die das Mieten bei Weitem übersteigt. Verantwortlich dafür sind steigende Steuern, strenge Vorschriften und hohe Nebenkosten beim Erwerb. Experten warnen, dass die staatliche Politik den Traum vom Eigenheim für viele Bürger immer weiter in Ferne rücken lässt. Eine neue Welle von Steuererhöhungen könnte die Preise in den kommenden Jahren noch weiter in die Höhe treiben.

Schon jetzt ist der deutsche Immobilienmarkt für Käufer mit hohen Kosten verbunden. Neben dem eigentlichen Kaufpreis kommen Maklergebühren, Notarkosten und die Grunderwerbsteuer hinzu – insgesamt mindestens 10 % Aufschlag. Diese Transaktionskosten sind in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen: Lag der Aufschlag im Jahr 2000 noch bei etwa 6–7 %, beträgt er heute bereits 8–10 %. In einigen Bundesländern ist die Grunderwerbsteuer allein von 2 % auf bis zu 6,5 % geklettert.

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Hinzu kommen strenge Bauvorschriften, die die Errichtung neuer Häuser verteuern. Gleichzeitig sind Hypotheken in Deutschland weniger zugänglich und teurer als in vielen anderen Ländern. Die Folge: Käufer zahlen bis zur vollständigen Tilgung ihres Darlehens oft das Eineinhalbfache des ursprünglichen Kaufpreises.

Die Politik betrachtet Immobilien zunehmend als wichtige Einnahmequelle und führt immer neue Pflichtinvestitionen und Abgaben für Eigentümer ein. Eine Reform, die 2025 in Kraft tritt, hat die durchschnittliche Grundsteuerlast bereits mehr als verdoppelt. Nun schlägt Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), noch höhere Belastungen vor – darunter eine Steuer auf Bodenwertsteigerungen, die oft eher auf Währungsverfall als auf echte Gewinne zurückgehen.

Das Mieten hingegen wird vom Staat stark subventioniert. Diese Schieflage macht den Immobilienerwerb für viele unattraktiv und treibt immer mehr Menschen in die langfristige Miete.

Die Kombination aus steigenden Steuern, strengeren Regulierungen und hohen Kaufnebenkosten macht Wohneigentum in Deutschland für viele unerreichbar. Mit weiteren Steuerplänen am Horizont droht sich die finanzielle Kluft zwischen Mieten und Kaufen noch zu vergrößern. Für viele könnte sich der Traum vom Eigenheim in den kommenden Jahren noch schwieriger erfüllen.

Quelle