Warnstreiks am Frauentag: Erzieherinnen und Sozialarbeiterinnen kämpfen für faire Löhne
Finn ZimmermannWarnstreiks am Frauentag: Erzieherinnen und Sozialarbeiterinnen kämpfen für faire Löhne
Tausende Beschäftigte in sozialen und Bildungseinrichtungen in Niedersachsen und Bremen bereiten sich auf Warnstreiks am Internationalen Frauentag vor. Die Gewerkschaft ver.di hat zu den Aktionen aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten sind – betroffen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kitas, der Jugendhilfe und der Behindertenbetreuung.
An den Streiks werden sich in Niedersachsen rund 20.000 Erzieherinnen und Erzieher beteiligen, dazu kommen 8.000 Beschäftigte in der Kinder- und Jugendhilfe. In Bremen schließen sich etwa 2.200 Kita-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie 64 Fachkräfte aus der Jugendhilfe an. Proteste sind in mehreren Städten geplant, darunter Hannover, Bremen, Wolfsburg und Oldenburg.
Auch die Behindertenhilfe steht unter Druck: Allein in Niedersachsen sind 2.100 Beschäftigte betroffen, in Bremen 400. Die Gewerkschaft betont, dass faire Löhne eine angemessene Anerkennung für die anspruchsvollen Tätigkeiten in diesem Bereich darstellen. Bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen seien notwendig, um erfahrenes Personal zu halten und neue Kräfte für den Sektor zu gewinnen.
Die Warnstreiks sind für den 8. März angesetzt – bewusst gewählt am Internationalen Frauentag. Damit unterstreicht ver.di ihre Forderung nach spürbaren Verbesserungen in einem Bereich, in dem sich viele Beschäftigte trotz ihrer unverzichtbaren Arbeit nicht wertgeschätzt fühlen.
Die Streiks werden in beiden Bundesländern zu Einschränkungen führen und den Arbeitgebern Druck machen, den Lohnforderungen nachzukommen. Mit Zehntausenden Beteiligten könnte das Ergebnis dieser Verhandlungen die Arbeitsbedingungen in sozialen und Bildungseinrichtungen auf Jahre hinaus prägen.






