Warnstreik bei Lorenz Snacks: Belegschaft kämpft für höhere Löhne in der Süßwarenbranche
Finn ZimmermannWarnstreik bei Lorenz Snacks: Belegschaft kämpft für höhere Löhne in der Süßwarenbranche
Bei Lorenz Snacks GmbH & Co KG legen die Beschäftigten an diesem Freitag die Arbeit in einem Warnstreik nieder. Fast die gesamte Belegschaft beteiligt sich. Die Aktion markiert die erste Protestwelle in der deutschen Süßwarenbranche.
Die Gewerkschaft NGG fordert eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent über zwölf Monate. Die Arbeitgeber haben mit einem Vorschlag reagiert, der ein halbes Jahr Lohnstopp vorsieht, gefolgt von einer Erhöhung um 1,9 Prozent im Jahr 2026 und 1,5 Prozent im Jahr 2027. Die Verhandlungen zwischen der NGG und dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) laufen noch.
Lohntarifverträge in der Branche werden in der Regel auf Landesebene ausgehandelt. Die Süßwarenindustrie ist mit rund 60.000 Beschäftigten die viertgrößte Lebensmittelbranche Deutschlands. Der Streik beim Snackhersteller Lorenz in Hankensbüttel zeigt die wachsenden Spannungen bei den Lohnverhandlungen. Die Forderungen der Gewerkschaft liegen weiterhin über dem aktuellen Angebot der Arbeitgeber. Weitere Gespräche sollen den Konflikt beilegen.






