14 March 2026, 06:23

WACKER Chemie kämpft 2025 mit Rekordverlust und sinkenden Umsätzen

Ein Diagramm, das die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen US-Geschäfte zeigt, mit Abschnitten für die Erholung und die wirtschaftliche Erholung, unterteilt nach Branche, und begleitet von beschreibendem Text.

WACKER Chemie kämpft 2025 mit Rekordverlust und sinkenden Umsätzen

WACKER Chemie verzeichnet ein schwieriges Jahr 2025 mit rückläufigen Umsätzen und hohem Verlust

Die WACKER Chemie AG hat für das Jahr 2025 ein herausforderndes Geschäftsergebnis gemeldet: Der Umsatz sank um 4 % auf 5,49 Milliarden Euro. Zudem verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro, der vor allem auf Sonderbelastungen und Wertberichtigungen zurückzuführen ist. Trotz dieser Rückschläge bleibt der Konzern auf Erholung und Wachstum in Schlüsselsektoren fokussiert.

Wie Vorstandsvorsitzender Christian Hartel mitteilte, hatte die chemische Industrie 2025 mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Schwache Nachfrage, Marktunsicherheiten und Überkapazitäten belasteten die Performance, während die hohen Energiepreise in Deutschland zusätzlichen Druck ausübten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) brach um 43 % auf 427 Millionen Euro ein – bedingt durch geringere Absatzmengen, gesunkene Preise und nicht ausgelastete Produktionskapazitäten.

Als Reaktion auf die finanzielle Schieflage startete WACKER im Oktober 2025 das Sparprogramm PACE, das jährliche Kosten um über 300 Millionen Euro senken und weltweit mehr als 1.500 Arbeitsplätze abbauen soll. Aufgrund des Nettoverlusts wird für 2025 keine Dividende vorgeschlagen.

Trotz der Herausforderungen hat das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren seine Position im Polysilizium-Markt deutlich gestärkt. Mit einem globalen Marktanteil von etwa 20–25 % übertrifft WACKER Wettbewerber wie OCI N.V. und Hemlock Semiconductor. Treiber dieses Wachstums war die steigende Nachfrage nach Halbleitern, insbesondere aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung, die trotz knapper Lieferketten zu einem Umsatzplus von 30 % führte.

Für 2026 rechnet WACKER mit einem leicht positiven Umsatz- und EBITDA-Wachstum im einstelligen Bereich. Allein im ersten Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,35 Milliarden Euro und ein EBITDA zwischen 140 und 160 Millionen Euro. Langfristig setzt der Konzern auf Spezialprodukte, den Halbleitermarkt und Biotech-Innovationen, um profitables Wachstum voranzutreiben.

Die Ergebnisse von WACKER Chemie für 2025 spiegeln ein schwieriges Jahr für die Branche wider – geprägt von sinkenden Umsätzen und einem deutlichen Nettoverlust. Mit rigorosen Kostensenkungsmaßnahmen und einer strategischen Ausrichtung auf zukunftsträchtige Märkte strebt das Unternehmen eine Stabilisierung an. Für 2026 zeigt sich WACKER vorsichtig optimistisch und setzt weiter auf Innovation und Marktexpansion, um die Erholung voranzutreiben.

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