Verwechslungen bei Soko Linz: Wenn Fremde einen für jemanden anderen halten
Finn SimonVerwechslungen bei Soko Linz: Wenn Fremde einen für jemanden anderen halten
Eine Serie von Verwechslungen bei den Proben zu Soko Linz
Während eines kürzlichen Hotelaufenthalts im Rahmen der Soko Linz-Proben erlebten meine Kollegin Katharina Stemberger und ich eine ganze Reihe von Fällen falscher Identitäten – mal mit prominenten, mal mit völlig unbekannten Personen. Die Verwechslungen reichten von höflichen Annahmen bis zu peinlichen Konfrontationen.
Alles begann im Hotelrestaurant. Ich sprach unsere Kellnerin mit „Andrea“ an, doch Katharina korrigierte mich sofort: Ihr Name war Angelika. Später kam eine Gast auf Katharina zu, überzeugt davon, sie sei eine Schauspielerin aus Calendar Girls. Trotz Katharinas Beteuerungen, nie in der Show mitgespielt zu haben, blieb die Frau unbeirrt.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich Jahre zuvor an einem Theaterbuffet. Eine Fremde hielt mich für Andrea Niedetzky, eine bekannte Persönlichkeit, und wollte meine Dementis einfach nicht glauben. Selbst ihr knoblauchgeschwängerter Atem begleitete ihren hartnäckigen Beharren.
Das Phänomen ist kein Einzelfall. Im Laufe der Zeit erhielt ich immer wieder berufliche E-Mails, die eigentlich für eine andere Andrea bestimmt waren – Absender wie Unternehmen schworen steif und fest, ich sei diese Person. Die Fehler häufen sich, ob im persönlichen Kontakt oder schriftlich.
Nach einer besonders skurrilen Begegnung bestellte Katharina schließlich einfach einen Hugo und ließ die Sache auf sich beruhen.
Die wiederholten Fälle von Identitätsverwechslungen zeigen, wie schnell Namen und Gesichter in öffentlichen Räumen verschwimmen. Für die Betroffenen sind diese Missverständnisse mehr als nur amüsant – sie sind zu einem wiederkehrenden Bestandteil von Berufs- und Sozialleben geworden. Und es sieht nicht so aus, als würden sie so bald verschwinden.






