Unbekannte Liebesbriefe von Brian Jones tauchen nach 60 Jahren auf
Ein Konvolut mit Briefen, das eine bisher weitgehend unbekannte Liebesbeziehung zwischen Rolling-Stones-Gründer Brian Jones und einer Londoner Verkäuferin dokumentiert, ist wiederaufgetaucht. Der Nachlass, der unter den Hinterlassenschaften der verstorbenen Sylvia Wainwright entdeckt wurde, gewährt einen seltenen Einblick in die frühen Tage der Band. Nun soll er bei dem Auktionshaus Hansons Auctioneers in Derbyshire unter den Hammer kommen.
Sylvia Wainwright arbeitete in einem Bekleidungsgeschäft, während sie an der Royal Academy of Art Modedesign studierte. 1964 begann sie, sich mit den Rolling Stones zu treffen – darunter auch mit Brian Jones. Die Briefe offenbaren seine Zuneigung zu ihr; in einer Notiz schreibt er: „Hallo, meine Liebe! Hier ist Brian. Wie geht’s dir? Schade, dass ich nicht da bin, wenn du nächste Woche kommst. Macht nichts – vielleicht irgendwann. Ganz viel Liebe, Brian.“
Die Korrespondenz umfasst persönliche Botschaften von Jones, Mick Jagger und Keith Richards. Sie beschreiben Partys in Jagers Wohnung, Nächte mit Popstars und die Vorbereitungen für die erste USA-Tournee der Band. Ein Brief erwähnt sogar, wie Jones Sylvia Blumen, ein Oster-Ei und ein Puzzle schenkte.
Claire Howell, Musikexpertin bei Hansons Auctioneers, nannte die Sammlung „eines der unglaublichsten Stücke der Rock-Memorabilia, das seit Jahren zu sehen war“. Die Briefe zeigen Jones als bodenständigen Menschen – weit entfernt vom problematischen Idol, zu dem er später wurde. Zudem entstanden sie noch vor der Mythisierung der Gegenkultur der 1960er-Jahre und bieten einen authentischen Bericht über eine unbekannte romantische Verbindung.
Der Archivbestand aus Briefen und Fotos wird auf einen Wert zwischen 1.600 und 2.100 Pfund geschätzt. Er eröffnet ein einzigartiges Fenster in das frühe Leben der Rolling Stones. Die Versteigerung findet bei Hansons Auctioneers in Etwall statt.






