Ukraine führt verpflichtende Widerstandsausbildung für die Landesverteidigung ein
Finn ZimmermannUkraine führt verpflichtende Widerstandsausbildung für die Landesverteidigung ein
Die Werchowna Rada, das ukrainische Parlament, hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Landesverteidigung durch Bildung und spezielle Ausbildungsprogramme stärken soll. Die am 25. März 2023 beschlossene Reform führt eine verpflichtende Widerstandsvorbereitung ein und verbessert den Schutz kritischer Infrastruktur im gesamten Land.
Das Gesetz regelt zudem, wie staatliche Behörden das System organisieren und finanzieren, um eine breitere Beteiligung der Bevölkerung an den Verteidigungsbemühungen zu gewährleisten.
Im Rahmen der Reform entsteht ein Netzwerk von Ausbildungszentren für den nationalen Widerstand. Diese Einrichtungen bieten praxisnahe Schulungen an, darunter Schießübungen mit scharfer Munition und interaktive Simulationen.
An Schulen wird künftig das neue Fach "Grundlagen des nationalen Widerstands" unterrichtet, während der bestehende Kurs "Verteidigung der Ukraine" aktualisiert wird. Ziel ist es, Verteidigungswissen bereits früh in der schulischen Ausbildung zu verankern.
Bestimmte Gruppen – etwa Personen mit religiösen Bedenken gegen Waffen oder Menschen mit Behinderungen – können auf bewaffnete Ausbildungsmodule verzichten. Auch Menschen mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit sind von der Teilnahme befreit.
Die Luftstreitkräfte erhalten die Befugnis, bei Bedarf Ausrüstung und Munition vorübergehend an zugelassene Standorte zu verlegen. Sämtliche überführte Ausrüstung muss strenge Qualifikationsstandards erfüllen, und die Bedienenden müssen vor dem Einsatz eine zertifizierte Schulung absolvieren.
Die Reform erweitert die Verteidigungsfähigkeiten der Ukraine, indem sie Bildung, praktische Ausbildung und Materialbewirtschaftung verzahnt. Die Ausbildungszentren bereiten Zivilist:innen auf mögliche Widerstandsszenarien vor, während gesetzliche Ausnahmeregelungen für Inklusion sorgen.
Die Behörden werden die Umsetzung des Systems überwachen und dabei besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Standards sowie die Einsatzbereitschaft legen.






