"Twist": Wie Sachsen-Anhalts geförderte Künstler:innen Tradition neu erfinden
Hannah Fuchs"Twist": Wie Sachsen-Anhalts geförderte Künstler:innen Tradition neu erfinden
"Twist" – Neue Ausstellung zeigt geförderte Kunst aus Sachsen-Anhalt
In der Kunststiftung Sachsen-Anhalt hat die Ausstellung Twist ihre Pforten geöffnet. Präsentiert werden Werke von 25 Künstler:innen, die Landesstipendien erhalten haben. Die Schau unterstreicht die lebendige zeitgenössische Kunstszene der Region, in der traditionelle Techniken mit mutigen neuen Ideen verschmelzen. Die Organisator:innen beschreiben sie als ein Fest der Kreativität, die durch finanzielle Förderung erst richtig entfaltet wird.
Im Mittelpunkt steht das Konzept des Twist – ein bewusster Perspektivwechsel, eine Abkehr von gewohnten Techniken oder Deutungsmustern. Die Besucher:innen erwarten vielfältige Kunstformen: von klassischer Malerei und Grafik über Glasarbeiten, Textilkunst, Installationen bis hin zu Multimedia-Projekten. Auch Keramik und experimentelle Werke sind Teil der Präsentation.
Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra bezeichnete die Ausstellung als "Schnittstelle zwischen Tradition und Zukunft". Gleichzeitig warnte er davor, Kunst als Instrument für nationalistische oder identitätspolitische Agenden zu vereinnahmen. Stattdessen plädierte er für den Schutz der künstlerischen Freiheit und betonte die Notwendigkeit, die kulturelle Offenheit der Region aktiv zu verteidigen.
Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung, hob hervor, wie Stipendien Künstler:innen den nötigen Freiraum geben, kreative Risiken einzugehen. Zu den Ausstellenden zählen unter anderem Miriam Albert, Christiane Budig, Andreas Köppe und Christina Wildgrube – jede:r mit einem eigenen Zugang zum Ausstellungsthema.
Twist präsentiert sich als Schaufenster des künstlerischen Schaffens in Sachsen-Anhalt, ermöglicht durch öffentliche Förderung. Die Ausstellung fordert die Betrachter:innen auf, vertraute Themen aus unerwarteten Blickwinkeln zu betrachten, und unterstreicht die Bedeutung von Stipendien für künstlerische Innovation. Noch einige Wochen bleibt die Schau für die Öffentlichkeit zugänglich.






