Thüringen investiert 2,5 Milliarden Euro in Schlüsselprojekte bis 2036
Hannah FuchsWolf: "Geschwindigkeit zahlt sich bei Investitionen aus" - Thüringen investiert 2,5 Milliarden Euro in Schlüsselprojekte bis 2036
Thüringen erhält in den nächsten zwölf Jahren 2,5 Milliarden Euro aus dem Bundessondervermögen. Allein 2024 und 2025 plant das Land, 633 Millionen Euro in dringende Projekte verschiedener Schlüsselbereiche zu investieren.
Finanzministerin Katja Wolf betont die Notwendigkeit zügiger Umsetzung – besonders vor dem Hintergrund steigender Kosten, die mit den Spannungen im Iran-Konflikt einhergehen.
Anders als andere Bundesländer wird Thüringen die Mittel nicht zurückhalten, sondern ein Investitionsprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro für Kommunen auflegen, das bis 2029 läuft. Damit sollen Bürokratie abgebaut und Gemeinden schneller an Gelder kommen, während das Land Zinsen und Tilgungen übernimmt.
Priorität haben bereits in Planung befindliche Vorhaben. Dazu zählen unter anderem 10 Millionen Euro für die Digitalisierung im Gesundheitswesen, 8 Millionen Euro für barrierefreien ÖPNV und 16 Millionen Euro für die Modernisierung des Landesrechenzentrums. Zusätzlich sind 75 Millionen Euro für Strukturreformen im Thüringer Krankenhaussystem vorgesehen.
Die Investitionen zielen auf Bereiche mit langjährigem Finanzierungsstau, etwa innere Sicherheit, Energie, Bildung und Forschung. Das Ziel: Rückstände abbauen und die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen im Land verbessern.
Thüringens Strategie setzt auf schnelle, direkte Förderung der Kommunen. Durch weniger Verzögerungen und weniger Papierkram sollen dringende Projekte zügiger umgesetzt werden. Die erste Investitionswelle startet in den kommenden zwei Jahren, während die langfristige Planung bis 2036 reicht.






