10 April 2026, 16:09

Strompreise in Norwegen steigen im März – wer profitiert, wer zahlt drauf?

Liniengraph, der den US-Stromenergieverbrauch von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Strompreise in Norwegen steigen im März – wer profitiert, wer zahlt drauf?

Stromkosten in Norwegen stiegen im März erneut an, wobei Verbraucher aufgrund der anhaltenden Marktinstabilität höhere Rechnungen hinnehmen mussten. Der Konflikt im Iran trieb die Gaspreise in die Höhe und wirkte sich indirekt auf die Stromtarife in ganz Europa aus. Gleichzeitig hatten norwegische Haushalte mit intelligenten Stromzählern und flexiblen Tarifen unterschiedliche Auswirkungen auf ihr Ladeverhalten und ihre Ausgaben.

Die Großhandelspreise für Strom schwankten Anfang März dramatisch, wobei plötzliche Preissprünge und -rückgänge die Kosten beeinflussten. Auch die Endkundenpreise für Neukunden stiegen im Laufe des Monats. Die Unsicherheit setzte einen breiteren Trend steigender Strompreise fort, der maßgeblich durch die stark gestiegenen Gaskosten im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen angetrieben wird.

Norwegische Haushalte – fast alle mit intelligenten Zählern ausgestattet – passten sich weiterhin an die dynamischen Preise an. Mittlerweile nutzen rund 93 % der Stromkunden im Land flexible Tarife. Wer seine Ladezeiten am effektivsten anpasste – insbesondere zwischen 4 und 6 Uhr morgens –, sparte im Vergleich zum Februar fast 7 % der Kosten. Das Laden am Abend ging im selben Zeitraum jedoch zurück.

Beim Anbieter Tibber, wo drei Viertel der Haushalte Solaranlagen mit Elektrofahrzeugen kombinieren, zeigten sich die Preisdifferenzen deutlicher. Im Jahr 2025 zahlten die obersten 10 % der Kunden mit sowohl Solarstrom als auch einem E-Auto durchschnittlich 22 Cent pro Kilowattstunde. Demgegenüber lagen die Kosten für Kunden mit nur einem E-Auto bei 26 Cent. Insgesamt verzeichneten Haushalte mit E-Autos, intelligenten Zählern und flexiblen Tarifen einen Anstieg der Stromkosten um 3 % von Februar auf März.

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Die Daten verdeutlichen, wie geopolitische Ereignisse und Preismodelle die Energiekosten der Haushalte direkt beeinflussen. Intelligentes Laden und die Nutzung von Solarstrom halfen einigen Kunden, ihre Ausgaben zu senken, während andere höhere Kosten tragen mussten. Da die Gaspreise weiterhin schwanken, dürften auch die Stromtarife in den kommenden Monaten unberechenbar bleiben.

Quelle