Streit um israelkritische Resolution entzweit deutsche Linksgruppe
Claudia SchmidtStreit um israelkritische Resolution entzweit deutsche Linksgruppe
Eine umstrittene Resolution hat innerhalb einer deutschen politischen Gruppierung für weitreichende Debatten gesorgt. Der von der Landesarbeitsgemeinschaft Klassenkampf (LAG Klassenkampf) vorangetriebene Antrag bezeichnet Israel als ein "koloniales und rassistisches Projekt" und fordert eine vollständige Ablehnung des Zionismus in der offiziellen Parteiposition.
Die Gruppe feierte ihren Erfolg später auf Instagram und veröffentlichte eine Karte, auf der Israel getilgt und durch palästinensische Symbole ersetzt worden war. Zudem waren eine FriedensTaube sowie Hammer und Sichel – ein seit langem mit der kommunistischen Ideologie verbundenes Symbol – auf dem Bild zu sehen.
Die Resolution wurde von der LAG Klassenkampf vorangetrieben, einer Strömung, die für ihren linksextremen Aktivismus bekannt ist. Ihr Vorschlag steht im Einklang mit einem früheren radikalen Entwurf, der in diesem Jahr in Niedersachsen angenommen wurde. Beide Anträge vertreten eine harte Linie gegen Israel und den Zionismus.
Nach der Abstimmung nutzte die Gruppe soziale Medien, um ihren Erfolg zu verkünden. In ihrem Instagram-Post war eine Karte zu sehen, auf der Israel durch palästinensische Flaggen überdeckt worden war. Neben der veränderten Karte prangten eine FriedensTaube sowie Hammer und Sichel – ein Symbol, das traditionell mit kommunistischer Gesinnung assoziiert wird.
Verfassungsexperten haben seitdem Alarm geschlagen. Sie argumentieren, dass sowohl die Wortwahl der Resolution als auch die Verwendung spaltender Bildsymbolik eine besorgniserregende Abkehr von demokratischen Grundsätzen darstellen. Besonders die Darstellung von Hammer und Sichel hat die Sorgen über die ideologische Ausrichtung der Gruppierung weiter verschärft.
Die Verabschiedung der Resolution hat scharfe Kritik von Beobachtern ausgelöst, die politisch extremistische Tendenzen überwachen. Sie verweisen auf die Ablehnung des Zionismus und die manipulierte Karte als Anzeichen für eine zunehmende Radikalisierung. Die Diskussion dreht sich nun darum, ob solche Positionen mit den breiteren demokratischen Werten der Partei vereinbar sind.






