Städtetag fordert dauerhafte Bleiberechte für syrische Fachkräfte in Deutschland
Finn ZimmermannStädtetag fordert dauerhafte Bleiberechte für syrische Fachkräfte in Deutschland
Der Deutsche Städtetag hat die Bundesregierung aufgefordert, die Aufenthaltsrechte für syrische Geflüchtete, die als Fachkräfte arbeiten, zu verlängern. Mit fast 312.000 beschäftigten Syrerinnen und Syrern im ganzen Land – Stand August 2025 – argumentieren die Verantwortlichen, dass ihr Verbleib helfen würde, wirtschaftliche und demografische Herausforderungen zu bewältigen.
Seit 2015 sind viele syrische Geflüchtete in den deutschen Arbeitsmarkt eingestiegen und haben Lücken in Branchen mit hohem Fachkräftebedarf geschlossen. Zwar ist unklar, wie viele von ihnen eine anerkannte Berufsqualifikation besitzen, doch die Beschäftigtenzahlen steigen kontinuierlich an.
Der Städtetag ist überzeugt, dass eine langfristige Regelung sowohl den Geflüchteten als auch den Unternehmen mehr Planungssicherheit geben würde. Gut integrierte Arbeitskräfte sollten demnach bleiben dürfen – insbesondere, wenn ihre Fähigkeiten gebraucht werden.
Angesichts der alternden Bevölkerung und des Fachkräftemangels in Deutschland sei dies eine pragmatische Lösung, so die Vertreter. Der Verbleib qualifizierter syrischer Arbeitskräfte könnte die Belastung für Schlüsselsektoren verringern und gleichzeitig die wirtschaftliche Stabilität stärken.
Sollte der Vorschlag angenommen werden, würde er klare Aufenthaltsregeln für syrische Fachkräfte schaffen. Zudem könnten Unternehmen erfahrene Mitarbeiter halten – in einer Zeit, in der Deutschland mit demografischem Wandel und einem angespannten Arbeitsmarkt konfrontiert ist. Die Entscheidung liegt nun bei der Bundesregierung.






