02 April 2026, 12:10

Staat fördert Umwandlung von Büros in Wohnraum mit bis zu 30.000 Euro pro Immobilie

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbauprojekts mit beschrifteten Abschnitten und Textdetails auf Papier.

Staat fördert Umwandlung von Büros in Wohnraum mit bis zu 30.000 Euro pro Immobilie

Ein neues staatliches Förderprogramm bietet Investoren nun Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Immobilie für die Umwandlung leerstehender Büros in Wohnraum. Die Mittel sollen den Wohnungsmangel lindern und gleichzeitig die Leerstandsquoten in Großstädten senken. Im Gegensatz zu Krediten müssen die Zuschüsse nicht zurückgezahlt werden – vorausgesetzt, die Sanierung erfüllt strenge Energiestandards.

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Das Programm richtet sich an die sieben größten Städte Deutschlands, wo ungenutzte Büroräume theoretisch Platz für rund 11.000 neue Wohnungen bieten könnten. Unter optimalen Bedingungen, so schätzen Experten, ließen sich durch solche Umbauten bis zu 60.000 Wohnungen schaffen. Die tatsächliche Zahl hängt jedoch von der Resonanz der Investoren und der Eignung der Gebäude ab.

Pro Unternehmen sind maximal 300.000 Euro Fördergelder möglich. Voraussetzung ist, dass die Sanierung mindestens den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erreicht. Damit soll sichergestellt werden, dass die neuen Wohnungen klimafreundlich sind und langfristig Energiekosten sparen.

Trotz der Anreize bleiben Herausforderungen bestehen. Die Umwandlung von Büros in Wohnraum erfordert oft kostspielige strukturelle Änderungen, da Gewerbeimmobilien meist nicht über ausreichende Sanitärinstallationen, Belüftung oder Tageslicht für Wohnzwecke verfügen. Die in den letzten Jahren gestiegenen Baukosten haben viele Projekte zudem zu einem finanziellen Risiko gemacht. Schleswig-Holstein führte bereits 2019 ähnliche Förderungen ein, doch bis Anfang 2026 haben nur wenige andere Bundesländer vergleichbare Programme aufgelegt.

Die Zuschüsse bieten Entwicklern, die leerstehende Büros umnutzen wollen, eine finanzielle Starthilfe. Bei Erfolg könnte das Programm den Wohnungsdruck in Ballungsräumen verringern und gleichzeitig ältere Gebäude modernisieren. Doch die hohen Umwandlungskosten und technische Hürden könnten die Zahl der tatsächlich realisierten Projekte begrenzen.

Quelle