17 March 2026, 10:08

Softwareunternehmen zwischen Rekordwachstum und massivem Aktienverfall

Liniengraph, der die erhöhte Emission von Bankers Acceptance (BAA) in verschiedenen Branchen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Softwareunternehmen zwischen Rekordwachstum und massivem Aktienverfall

Das vergangene Jahr war für das Softwareunternehmen turbulent: Der Aktienkurs stürzte um fast 65 % ab. Zu den jüngsten Problemen zählen eine stockende Übernahme, eine steigende Kundenfluktuation und der Wechsel vom MDAX in den SDAX. Trotz dieser Herausforderungen verzeichnet das Unternehmenssegment ein kräftiges Wachstum.

Der Kernbereich der Unternehmenslösungen legte im letzten Berichtszeitraum um 19 % zu – angetrieben durch einen Rekorddeal in den USA. Auch die jährlichen wiederkehrenden Erträge (Annual Recurring Revenue, ARR) in diesem Segment stiegen um 11 % auf 241 Millionen Euro. Dagegen verzeichnete das traditionelle Segment für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einen leichten Umsatzrückgang.

Die im Jahr 2024 erfolgte Übernahme des britischen Softwareherstellers 1E wird von Integrationsproblemen überschattet. Betriebsstörungen und der Verlust wichtiger Mitarbeiter führten im ersten Quartal 2026 zu einem einmaligen Kundenverlust von schätzungsweise 8 Millionen Euro. Gleichzeitig kletterte die Abwanderungsrate im vierten Quartal auf 16,4 % – ein Trend, der sich aufgrund von Preisanpassungen voraussichtlich bis Mitte 2026 fortsetzen wird.

Der Börsenwert des Unternehmens litt stark: Die Aktie erreichte mit 4,48 Euro ein 52-Wochen-Tief. Dieser Verfall führte zum Abstieg aus dem MDAX in den SDAX und zwang indexfolgende Fonds, ihre Portfolios anzupassen. Für 2026 prognostiziert die Unternehmensführung ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von lediglich 0 bis 3 % sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von etwa 43 %.

Auf der Innovationsseite treibt das Unternehmen neue Produktfunktionen voran, darunter tiefere Integrationen mit Microsoft Intune. Eine Partnerschaft mit Cybus soll zudem Augmented-Reality-Anwendungen in Fabrikumgebungen bringen. Drei Termine dürften für Investoren besonders aufschlussreich sein: der Jahresfinanzbericht 2025 im März 2026, die Quartalszahlen für Q1 im Mai 2026 und die Hauptversammlung im Juni 2026.

Das Unternehmen steht vor einer Mischung aus Rückschlägen und Fortschritten. Während der Unternehmensbereich floriert, bleiben allgemeine Herausforderungen wie Kundenverluste und der schwächelnde Aktienkurs bestehen. Die anstehenden Finanzberichte und Produktentwicklungen werden zeigen, ob es in den kommenden Monaten seine Position stabilisieren kann.

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