"Scientology-Speedrun"-Trend führt zu Polizeieinsätzen in Berlin
TikTok-Trend „Scientology-Speedrun“ erreicht Deutschland – Einbrüche in Zentren der Sekte
Ein auf TikTok verbreiteter Trend namens Scientology-Speedrun hat Deutschland erreicht und führt zu widerrechtlichen Zutritten in Gebäuden der Organisation. Am Sonntag organisierte eine Berliner Bloggerin einen solchen Versuch in einer Kirche in Charlottenburg, der die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zog. Bei der „Challenge“ geht es darum, so weit wie möglich in Scientology-Einrichtungen vorzudringen, bevor man gestoppt wird.
Der Trend begann im Ausland, kam aber nun auch in Deutschland an – konkret im Scientology-Zentrum an der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg. Eine lokale Bloggerin, die online unter @larahertha bekannt ist, veranstaltete dort am Wochenende einen solchen Speedrun. Die Polizei griff ein, nachdem die Gruppe das Gelände betreten hatte.
Scientology, die in Deutschland etwa 3.600 Mitglieder zählt, strebt danach, ihre Lehren zu verbreiten und sogenannte „Clears“ zu schaffen – Menschen, die sie als „vollendete Wesen“ bezeichnet. Seit Jahren werfen Kritiker der Organisation Manipulation, finanzielle Ausbeutung und autoritäre Strukturen vor.
Nach deutschem Recht zählt das unbefugte Betreten privaten Grundbesitzes als Hausfriedensbruch. Täter müssen mit Geldstrafen oder Haft bis zu einem Jahr rechnen. Trotz der rechtlichen Risiken planen Teilnehmer nun, als nächstes Ziel den Bundestag ins Visier zu nehmen.
In Berlin hat der Trend bereits zu Polizeieinsätzen geführt. Sollten weitere widerrechtliche Zutritte folgen, könnten die Behörden weitere Maßnahmen ergreifen. Die Gesetze zum Hausfriedensbruch gelten unabhängig von den Motiven der Beteiligten oder den betroffenen Gebäuden.






