Sanimed startet nach Finanzkrise mit neuem Zukunftscampus durch
Sanimed überwindet Finanzkrise und plant "Zukunftscampus" in Ibbenbüren
Sanimed, ein langjähriger Anbieter von Reha-Produkten und Medizintechnik, hat eine schwere Finanzkrise überwunden. Das 1983 gegründete Unternehmen schloss kürzlich einen Sanierungsplan ab, der seine Zukunft sichert. Nun bereitet es den Bau eines neuen "Zukunftscampus" in Ibbenbüren vor, um seine Strukturen zu modernisieren.
Die vergangenen Jahre waren für Sanimed turbulent. Nach einer "existenzbedrohenden Krise" 2024/2025 gelang es dem Unternehmen, seine Finanzen zu stabilisieren und bis 2025 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Dieser Wandel folgte auf eine Phase wiederholter Eigentümerwechsel: 2001 übernahm die Hartmann Gruppe das Unternehmen, 2020 folgte Palero, und 2021 ging Sanimed an die Löwenstein Medical Group.
Unter der Führung von Löwenstein festigte Sanimed seine Position auf dem deutschen und europäischen Markt. Bis 2025 stieg der Jahresumsatz um 15 bis 20 Prozent, wodurch das Unternehmen zu den fünf größten Distributoren seiner Branche aufrückte. Das erweiterte Sortiment – von Wundversorgung über Mobilitätshilfen bis hin zu enteraler Ernährung – half Sanimed, Konkurrenten wie Mediq und B. Braun zu überflügeln.
Jetzt konzentriert sich das Unternehmen auf Wachstum. 2026 beginnt in Ibbenbüren der Bau des neuen Campus mit einem dreistöckigen Gebäude, das Büros, ein 4.500 Quadratmeter großes Logistikzentrum und ein Flagship-Store beherbergen wird. Das Projekt soll Verwaltung und Distribution effizienter gestalten.
Als reiner Distributor im Homecare-Bereich beliefert Sanimed Patienten und Einrichtungen mit essenziellen Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Reha-Geräten und medizinischem Verbrauchsmaterial. Die neue Infrastruktur wird seine Rolle als wichtiger Branchenakteur stärken.
Die abgeschlossene Sanierung und der geplante Campus spiegeln Sanimeds Erholung wider. Das Unternehmen agiert nun auf stabiler finanzieller Basis und will Logistik sowie Kundenservice ausbauen. Der Standort Ibbenbüren wird zum zentralen Drehkreuz für das wachsende Geschäft.