Salzgitter sagt Nein zu Tiny Houses – Stadtrat lehnt bezahlbare Mini-Wohnlösungen ab
Claudia SchmidtSalzgitter sagt Nein zu Tiny Houses – Stadtrat lehnt bezahlbare Mini-Wohnlösungen ab
Ein Antrag zur Einführung von Tiny Houses in Salzgitter ist vom Stadtrat deutlich abgelehnt worden. Der von der DiBo-Gruppe eingebrachte Vorschlag zielte darauf ab, kleine und bezahlbare Wohnhäuser in die örtlichen Bebauungspläne zu integrieren. Bei der Abstimmung unterstützten lediglich zwei Ratsmitglieder die Idee.
Die DiBo-Gruppe, angeführt von den ehemaligen AfD-Politikern Thomas Disselhof und Jörg Bogun, argumentierte, dass Tiny Houses dem Wohnungsmangel entgegenwirken und für mehr Gerechtigkeit sorgen würden. Die Häuser beschrieben sie als barrierefrei, kostengünstig und ideal für ältere Bürger, die ihren Wohnraum verkleinern möchten. Dadurch könnten Senioren größere Immobilien an jüngere Familien verkaufen und dennoch in ihrer Nachbarschaft bleiben, so die Begründung.
Der Antrag forderte klare Regelungen für den Bau und die Aufstellung von Tiny Houses in bestehenden und künftigen Bebauungsplänen. Befürworter sahen darin einen Weg, generationenübergreifende Fairness in der Wohnraumpolitik zu schaffen. Trotz dieser Argumente lehnte der Rat den Vorschlag mit großer Mehrheit ab.
Mit der Ablehnung des Antrags werden Tiny Houses vorerst kein Bestandteil der Wohnraumstrategie Salzgitters bleiben. Die Entscheidung des Rates lässt die bestehenden Bebauungspläne unverändert. Weitere Schritte zu diesem Thema sind derzeit nicht angekündigt.






