Sabotagewelle 2025: Deutschlands Bahnnetz im Visier von Extremisten und ausländischen Mächten
Finn ZimmermannSabotagewelle 2025: Deutschlands Bahnnetz im Visier von Extremisten und ausländischen Mächten
Deutschlands Bahnnetz verzeichnet 2025 drastischen Anstieg von Sabotageakten
Offizielle Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg gezielter Angriffe auf die Verkehrsinfrastruktur im Vergleich zu den Vorjahren. Die Behörden bringen mehrere spektakuläre Fälle mit politischen oder ausländischen Motiven in Verbindung.
Am 12. Januar entgleiste ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen, nachdem ein Metallbügel auf den Gleisen platziert worden war. Der Vorfall wurde als Sabotage bestätigt. Bereits Anfang desselben Monats hatte ein Brand in einem Berliner Kabelkanal den Regionalverkehr lahmgelegt; linksextremistische Gruppen bekannten sich zu der Tat. Nur kurz nach dem Anschlag sollte ein Konvoi der US-Streitkräfte dieselbe Strecke passieren.
Im Herbst 2025 führten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands Sprengstoffanschläge auf die Bahnverbindung zwischen Warschau und Lublin durch. Unterdessen nahm die Bundesanwaltschaft drei Männer fest, die Brand- und Bombenanschläge auf den inländischen Güterverkehr geplant haben sollen. Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte 2025 insgesamt 93 gezielte Sabotagedelikte – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023 und 58 im Jahr 2024.
Hinzu kamen 2025 neue rechtliche Kategorien: Zwölf Straftaten wurden unter „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“ erfasst, eine Einstufung, die es in den beiden Vorjahren nicht gegeben hatte. Am häufigsten war die Kategorie „sonstige Zugehörigkeit“ mit 37 Fällen, gefolgt von mutmaßlich linksextremistischen (18), religiös motivierten (16), ausländischen (12) und rechtsextremistischen (10) Taten.
Der Anstieg der Sabotagefälle unterstreicht die wachsende Bedrohung für Deutschlands Verkehrswege. Die Ermittler prüfen weiterhin mögliche Verbindungen zwischen inländischen Extremisten und ausländischen Akteuren. Die Daten spiegeln eine zunehmende Vielfalt der Beweggründe hinter den Anschlägen wider.






