08 June 2026, 06:05

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte an AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit der Investmentfirma AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Sparte Power Systems für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens, das sich künftig stärker auf seine Kerngeschäfte in den Bereichen Verteidigung und Militärtechnik konzentrieren will. Vor dem geplanten Abschluss der Transaktion Ende 2026 stehen jedoch noch regulatorische Genehmigungen aus.

Die verkaufte Sparte erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro und beschäftigte etwa 6.250 Mitarbeiter. AEQUITA wird die Geschäfte unter den etablierten Markennamen Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice weiterführen. Sämtliche Beschäftigten wechseln mit dem Verkauf zum neuen Eigentümer.

Nicht Teil des Deals sind drei deutsche Standorte des Joint Ventures KS Huayu AluTech, die bei Rheinmetall verbleiben. Ebenfalls behält das Unternehmen die Sparte Dermalog SensorTec, die künftig zur Division Weapon and Ammunition (Waffen und Munition) gehören wird. Das spanische Pierburg-Werk im baskischen Abadiano wird vorerst als hybrider Standort weitergeführt, bevor es vollständig auf die militärische Produktion umgestellt wird.

Nach Abschluss der Transaktion wird AEQUITA im Automotivesegment voraussichtlich einen Umsatz von etwa fünf Milliarden Euro erzielen. Der Deal unterliegt noch finalen Anpassungen und behördlichen Freigaben, wobei die endgültige Abwicklung für das vierte Quartal 2026 avisiert ist.

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Mit dem Verkauf kann sich Rheinmetall auf sein Kerngeschäft im Verteidigungsbereich fokussieren, während AEQUITA sein Portfolio im Automobilsektor ausbaut. Der Deal umfasst den Großteil der Power-Systems-Sparte, schließt jedoch gezielt Standorte und Aktivitäten aus, die für Rheinmetalls militärische Strategie von Bedeutung sind. Die endgültigen Konditionen und der Abschluss hängen von den noch ausstehenden regulatorischen Genehmigungen in den kommenden Jahren ab.

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