08 June 2026, 08:06

Rentenreform: Fahimi und Radtke streiten um Pflichtmodelle für betriebliche Altersvorsorge

CDA unterstützt obligatorische betriebliche Altersvorsorge

Rentenreform: Fahimi und Radtke streiten um Pflichtmodelle für betriebliche Altersvorsorge

Die deutsche Regierungskoalition hat eine umfassende Rentenreform angekündigt, um die Alterseinkünfte langfristig abzusichern. Nun haben zwei zentrale Akteure Vorschläge vorgelegt, um die betriebliche Altersvorsorge zu stärken. Yasmin Fahimi und Dennis Radtke setzen sich beide für verpflichtende Modelle ein, unterscheiden sich jedoch in der Finanzierung.

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Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), fordert eine neue verpflichtende betriebliche Rente für alle Arbeitnehmer:innen. Ihr Plan sieht vor, dass Arbeitgeber in den Fonds einzahlen, um den Beschäftigten neben der gesetzlichen Rente eine zusätzliche finanzielle Absicherung zu bieten.

Dennis Radtke, Chef der CDU-Arbeitnehmergruppe, unterstützt ebenfalls eine Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge. Sein Ansatz zielt darauf ab, die drei bestehenden Säulen der Altersvorsorge – gesetzlich, betrieblich und privat – enger zu verzahnen, um im Ruhestand einen angemessenen Lebensstandard zu garantieren. Radtke verweist darauf, dass in einigen Branchen bereits erfolgreiche Modelle verpflichtender Betriebsrenten existieren.

Beide Initiativen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Union aus CDU/CSU und die SPD die Rentenreform vorantreiben. Während Fahimi auf Arbeitgeberbeiträge setzt, betont Radtke die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung zwischen den verschiedenen Vorsorgesystemen.

Die Debatte um verpflichtende Betriebsrenten gewinnt im Rahmen der deutschen Rentenreform an Fahrt. Arbeitgeber, Gewerkschaften und Politiker müssen sich noch auf Finanzierung und Struktur einigen, bevor Änderungen greifen. Das Ergebnis wird maßgeblich darüber entscheiden, wie künftige Rentnergenerationen ihren Lebensunterhalt im Alter bestreiten können.

Quelle