Rentenkommission plant schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters bis 2051
Hannah FuchsRentenkommission plant schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters bis 2051
Die Rentenkommission Deutschlands schlägt eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters vor. Bis 2041 sollen Arbeitnehmer bis 67,5 Jahre arbeiten, bis 2051 steigt das Alter dann auf 68 Jahre. Die Pläne sehen zudem Änderungen vor, wie lange Menschen einbezahlt haben müssen, um ohne Abzüge in Rente zu gehen.
Aktuell gehen alle Arbeitnehmer in Deutschland unabhängig von ihrem Beruf im gleichen Alter in Rente. Das bedeutet, dass Hochschulabsolventen, die oft mehr verdienen und länger leben, gleichzeitig in den Ruhestand treten können wie Menschen in körperlich anstrengenden Berufen. Bundeskanzler Friedrich Merz argumentiert, dass Personen, die später ins Berufsleben einsteigen, weniger eingezahlt hätten und möglicherweise „etwas zu wenig“ gearbeitet hätten.
Die Kommission will die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abschaffen. Sie lehnt zudem die Idee ab, das Renteneintrittsalter an die geleisteten Arbeitsjahre zu koppeln. Stattdessen müssen alle länger arbeiten – mit stärkeren Auswirkungen auf Menschen ohne Hochschulabschluss.
Für Beschäftigte in körperlich belastenden Jobs könnten die neuen Regeln problematisch werden. Die Kommission schlägt eine „individuelle Gesundheitsprüfung“ vor, um einigen den vorzeitigen Ruhestand zu ermöglichen, falls sie ihre Arbeit nicht mehr ausüben können.
Die geplanten Änderungen bedeuten für die meisten Menschen ein längeres Arbeitsleben. Wer körperlich hart arbeitet, könnte zusätzliche Überprüfungen durchlaufen müssen, um früher in Rente zu gehen. Das neue System soll die Beiträge und Rentenleistungen über alle Berufe hinweg ausbalancieren.
