23 May 2026, 22:09

Rekordzahl an Einbürgerungen 2025: Warum immer mehr Menschen Deutsche werden

Deutschland erlebt einen historischen Bürgerrechtsboom

Rekordzahl an Einbürgerungen 2025: Warum immer mehr Menschen Deutsche werden

Deutschland verzeichnete 2025 die höchste Zahl an Einbürgerungsanträgen seit Beginn der Aufzeichnungen. Der deutliche Anstieg folgt auf jüngste Gesetzesreformen, die die Mindestaufenthaltsdauer verkürzt und die Möglichkeiten für eine doppelte Staatsbürgerschaft erweitert haben. Viele Migrantinnen und Migranten, die während der Flüchtlingsbewegung 2015–2016 nach Deutschland kamen, erfüllen nun die Voraussetzungen für die Einbürgerung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die neuen Staatsangehörigkeitsgesetze traten in Kraft und reduzierten die geforderte Aufenthaltsdauer von acht auf fünf Jahre. Zudem wurde es einfacher, zwei Pässe zu behalten. Dadurch erhielten 2025 allein in den 14 Bundesländern mindestens 309.852 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft – ein Rekord, der den bisherigen Höchststand von 291.955 Einbürgerungen im Jahr 2024 übertrifft.

Besonders stark stieg die Zahl der Einbürgerungen in Berlin: Hier verdoppelte sich die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr nahezu. Auch Brandenburg verzeichnete einen Anstieg um 25 Prozent. Unter den Antragstellenden bildeten türkische und russische Staatsangehörige einen wachsenden Anteil.

Die Reformen eröffnen zudem ukrainischen Geflüchteten, die 2022 nach Deutschland kamen, einen Weg zur Einbürgerung. Viele von ihnen könnten bereits ab 2027 einen Antrag stellen, sobald sie die fünfjährige Aufenthaltsfrist erfüllt haben.

Die gesetzlichen Änderungen haben das Einbürgerungsverfahren für langjährige Bewohnerinnen und Bewohner beschleunigt. Da jährlich mehr Migrantinnen und Migranten die Kriterien erfüllen, wird die Zahl der neuen deutschen Staatsbürger voraussichtlich hoch bleiben. Der Trend spiegelt sowohl politische Weichenstellungen als auch die Integration früherer Migrationsbewegungen wider.

Quelle