17 March 2026, 20:08

Rechtsstreit um Kölner Volksbühne: Gericht prüft Lärmkonflikt erneut

Eine Karte von Köln, Deutschland, die einen detaillierten Grundriss eines Gebäudes mit handschriftlichen Textanmerkungen auf Papier zeigt.

Nachbarschaftsstreit mit der Kölner Volksbühne geht in die nächste Runde - Rechtsstreit um Kölner Volksbühne: Gericht prüft Lärmkonflikt erneut

Ein langjähriger Rechtsstreit zwischen dem Kölner Volksbühne-Theater und einem Anwohner hat eine neue Wendung genommen. Der Fall, der sich um Lärmbelästigungen durch Theateraufführungen dreht, wurde nun an das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in Münster zurückverwiesen, um erneut geprüft zu werden. Auslöser des Konflikts waren Pläne, Teile einer ehemaligen Druckerei in der Nachbarschaft des Theaters in eine Wohnung umzubauen.

Der Streit begann, als der Verein Freie Volksbühne gegen eine Baugenehmigung für den Umbau von Räumlichkeiten in der alten Druckerei zu Wohnzwecken klagte. Die Theaterbetreiber argumentierten, dass ihr Spielbetrieb – einschließlich Applaus und spätabendlicher Veranstaltungen – durch bestehende Rechte geschützt sei. Zudem behaupteten sie, dass der Lärm der Aufführungen künftige Bewohner über das zulässige Maß hinaus stören würde.

Im Juni 2024 gab das Münsteraner Gericht dem Verein zunächst recht und widerrief die Baugenehmigung, da die Lärmgrenzen überschritten worden seien. Doch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig urteilte später, dass sich das Urteil zu einseitig auf die Lärmbelastung gestützt habe. Am 17. März 2026 verwies es den Fall zurück nach Münster mit der Begründung, nicht alle relevanten Aspekte seien ausreichend geprüft worden.

Das höhere Gericht stellte klar, dass umweltrechtliche Abwehransprüche in diesem Fall nicht greifen würden, da sie nur die Emissionen des Theaters abdecken – nicht jedoch die Auswirkungen der Wohnnutzung auf den Theaterbetrieb. Nun muss das Gericht in Münster den Fall erneut verhandeln und entscheiden, ob der Umbau in eine Wohnung genehmigt wird oder zusätzliche Auflagen erforderlich sind.

Die jüngste Entscheidung bedeutet, dass der Rechtsstreit in Münster weitergeht, wo die Richter die Beweislage nun umfassender bewerten müssen. Das Urteil wird zeigen, ob der Wohnungsumbau realisiert werden kann oder ob Lärmbedenken das Projekt blockieren. Sowohl das Theater als auch der Anwohner müssen nun auf eine endgültige Entscheidung in den kommenden Monaten warten.

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