24 April 2026, 16:11

Rauchen als Rebellion: Warum junge Berlinerinnen wieder zur Zigarette greifen

Plakat mit Wasserpfeife, Marihuanablättern und einer Zigarette, begleitet von Text, der über den Zusammenhang zwischen E-Zigarettengebrauch und anderen Tabakprodukten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen warnt.

Rauchen als Rebellion: Warum junge Berlinerinnen wieder zur Zigarette greifen

Rauchen erlebt unter jungen Frauen in Berlin eine überraschende Renaissance – trotz der bekannten Gesundheitsrisiken. Der Trend knüpft an eine lange Geschichte an, in der Tabak einst mit Rebellion und Status verbunden war. Gleichzeitig hat Großbritannien gerade eines der strengsten Anti-Rauch-Gesetze der Welt eingeführt: Wer nach 2009 geboren wurde, darf dort nie legal Zigaretten kaufen.

Ursprünglich wurde Tabak in rituellen Praktiken von Jäger- und Sammlerkulturen verwendet. Jahrhunderte später entwickelte er sich in Europa zum Luxusgut der Elite, bevor er sich in der breiten Bevölkerung ausbreitete. Im 20. Jahrhundert galt Rauchen als Zeichen männlicher Intellektualität und Autorität, während rauchende Frauen oft als mutig oder sogar skandalös wahrgenommen wurden.

Heute greifen junge Deutsche Frauen wieder zur Zigarette – als Symbol der Emanzipation, ähnlich wie frühere Generationen. In Berlin gewinnt der Griff zur Tabakware wieder an Beliebtheit, obwohl Gesundheitswarnungen und Umweltbedenken zunehmen. Jenseits des Kanals setzt Großbritannien mit seinem neuen Gesetz auf eine radikale Lösung: Durch den Ausschluss künftiger Generationen vom legalen Tabakkauf soll das Rauchen schrittweise verschwinden.

Die britische Regelung löst kontroverse Diskussionen aus. Befürworter sehen darin einen notwendigen Schritt, um die Raucherquote zu senken. Kritiker warnen hingegen, dass ein Verbot Zigaretten erst recht verlockend machen könnte – als verbotene Frucht für Jugendliche.

Während Großbritannien mit harter Hand durchgreift, erlebt Deutschland eine Gegenbewegung. Die unterschiedliche Herangehensweise wird zeigen, ob strikte Verbote den Tabakkonsum tatsächlich reduzieren – oder ob sie durch den Reiz des Verbotenen sogar das Gegenteil bewirken. Fest steht: Die kulturelle Kluft bleibt – das eine Land verschärft die Regeln, das andere feiert das Rauchen als wiederentdeckten Akt des Widerstands.

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