RAPK entschuldigt sich für Maidemo-Chaos – wie Musik und Protest kollidierten
Claudia SchmidtRAPK entschuldigt sich für Maidemo-Chaos – wie Musik und Protest kollidierten
Berliner Rap-Trio RAPK entschuldigt sich für Verzögerungen bei Maidemo 2024
Die Berliner Rap-Gruppe RAPK hat sich für die Verzögerungen entschuldigt, die während der diesjährigen Revolutionären Maidemonstration entstanden sind. Das Trio, bestehend aus Victor, Tariq und Gustav, veranstaltete am 1. Mai wie jedes Jahr sein Solidaritätskonzert in Kreuzberg. Doch diesmal behinderte ihr Auftritt versehentlich den Demonstrationszug – ein Umstand, den die Künstler später öffentlich bedauerten.
RAPK ist tief in Kreuzberg verwurzelt, wo Protest und Musik schon immer eng miteinander verbunden waren. Ihre Texte spiegeln den Alltag im Kiez wider und liefern zugleich scharfe Gesellschaftskritik. Im Laufe der Jahre sind ihre Auftritte von kleinen Konzerten in Jugendzentren zu ausverkauften Events im Columbia Theater gewachsen.
Am 1. Mai 2023 versuchten die drei Musiker mit Durchsagen über die PA-Anlage und Instagram-Posts, den Weg für die Demonstration freizuhalten. Dennoch führte ihr Konzert zu Stockungen im Marschverlauf. Die Gruppe räumte später ihre Mitverantwortung für die Behinderungen ein und betonte, dass ihre Musik den Protest eigentlich unterstützen solle – und nicht im Weg stehen.
Für RAPK sind Kultur und Aktivismus untrennbar. Sie argumentieren, dass beides sich gegenseitig befruchten sollte, statt Barrieren zu schaffen. Ihr Maikonzerte sind längst zur Tradition geworden – eine Mischung aus Solidarität und dem langen Widerstandsgeist des Viertels.
Der Vorfall zeigte, wie schwierig es ist, Live-Events und politische Kundgebungen unter einen Hut zu bringen. Mit ihrer Entschuldigung unterstrich RAPK erneut ihr Bekenntnis zur Protestkultur in Kreuzberg. Künftig wird die Gruppe wohl nach Wegen suchen, um ihre Konzerte besser mit den Märschen zu koordinieren, die sie eigentlich unterstützen möchte.






