PCK-Raffinerie kämpft weiter mit Ölknappheit nach Russlands Transitstopp
Finn SimonPCK-Raffinerie kämpft weiter mit Ölknappheit nach Russlands Transitstopp
Die Verhandlungen zwischen der deutschen Bundesregierung und Polen über die PCK-Raffinerie haben bisher keine Fortschritte gebracht. Die Raffinerie, ein zentraler Kraftstofflieferant für Nordostdeutschland und Berlin, kämpft weiterhin mit Versorgungsproblemen, nachdem Russland im Mai den Transit von kasachischem Öl gestoppt hat.
Russland hatte im Mai den Transport von kasachischem Rohöl durch die Druschba-Pipeline eingestellt. Dadurch fielen 20 Prozent des in der PCK-Raffinerie verarbeiteten Öls weg. Trotz der Unterbrechung konnte das Werk im Mai dank bestehender Reserven mit 82 Prozent seiner Kapazität weiterarbeiten.
Aktuell konzentrieren sich die Bemühungen darauf, mehr Öl über den Hafen von Danzig (Gdańsk) zur PCK-Raffinerie umzuleiten. Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement betonte, dass die Maßnahmen zur Sicherung der Produktion planmäßig verlaufen. Polen hat zwar Unterstützung zugesagt, zögert jedoch, direkt mit Rosneft Deutschland zusammenzuarbeiten.
Die Raffinerie befindet sich mehrheitlich im Besitz deutscher Tochtergesellschaften des staatlichen russischen Konzerns Rosneft. Diese stehen derzeit unter Bundesverwaltung, da sie von den Sanktionen im Zusammenhang mit Moskaus Krieg gegen die Ukraine betroffen sind. Ungewiss bleibt, wie lange die Versorgungsengpässe noch anhalten werden.
Die PCK-Raffinerie steht weiterhin vor Unsicherheiten bei der Rohölversorgung. Alternative Transportwege und bestehende Reserven haben die Produktion bisher stabil gehalten. Die Ergebnisse der laufenden Gespräche zwischen Deutschland und Polen werden die nächsten Schritte für die langfristige Sicherung des Betriebs bestimmen.






