Österreichs 5-Milliarden-Sparpaket: Wer jetzt mehr zahlen soll
Finanzminister Markus Marterbauer hat dem Nationalrat einen Konsolidierungsplan im Volumen von 5 Milliarden Euro vorgestellt. Das Vorhaben soll das Haushaltsdefizit des Landes verringern und die Vorgaben der EU-Fiskalregeln erfüllen. Es handelt sich dabei um das zweite große Sparpaket innerhalb weniger Jahre.
Im Mittelpunkt des Plans stehen Ausgabenkürzungen und neue Einnahmequellen. Unternehmen und Banken werden durch die Maßnahmen höhere Belastungen tragen müssen. Dazu zählen eine schrittweise Erhöhung der Körperschaftsteuer, eine verlängerte Bankenabgabe sowie höhere Dividendenausschüttungen staatlicher und staatsnaher Unternehmen.
Zudem plant die Regierung, ab 2028 die Lohnnebenkosten zu senken. Diese Maßnahme ist Teil der umfassenden Bemühungen, den Haushalt auszugleichen. Ziel ist es, das Defizit bis 2028 unter die EU-Grenze von drei Prozent zu drücken.
Das Paket wird über den Doppelhaushalt 2027/28 umgesetzt. Es folgt auf frühere fiskalpolitische Anpassungen, mit denen die Behörden die öffentlichen Finanzen stabilisieren wollen. Der Konsolidierungsplan legt klare finanzielle Ziele für die kommenden Jahre fest. Unternehmen, Banken und staatsnahe Firmen sollen stärker zur Entlastung des Staatshaushalts beitragen. Die Regierung erwartet, dass diese Schritte das Defizit bis 2028 in Einklang mit den EU-Vorgaben bringen werden.






