07 June 2026, 04:07

NRW-Wohnungsbau bricht ein – nur Mönchengladbach wächst gegen den Trend

Bau von Wohnungen in NRW sinkt    Moenchengladbach baut mehr Wohnungen

NRW-Wohnungsbau bricht ein – nur Mönchengladbach wächst gegen den Trend

Nordrhein-Westfalen verzeichnet niedrigsten Wohnungsbau seit 14 Jahren

Im Jahr 2025 sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Nordrhein-Westfalen auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren. Nur 37.185 Wohneinheiten wurden fertiggestellt – ein Rückgang um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Steigende Kosten und schwierigere Finanzierungsbedingungen haben die Bautätigkeit im gesamten Bundesland gebremst. Eine Ausnahme bildet Mönchengladbach, wo die Zahl der Neubauten deutlich gestiegen ist.

Die Wohnungsbaubranche in Nordrhein-Westfalen hatte 2025 mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Die Zahl der Baugenehmigungen sank seit 2020 um 27,4 Prozent, während die Baukosten allein im ersten Quartal um 3,2 Prozent stiegen. Die Zinsen für Baukredite, die einst nahe null lagen, bewegen sich mittlerweile zwischen drei und vier Prozent – was die Finanzierung von Projekten deutlich verteuert. In der Folge sank die Bauquote des Landes auf nur noch 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner.

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Mönchengladbach als positive Ausnahme Die Stadt Mönchengladbach bildete jedoch eine Ausnahme: Hier wurden 2025 insgesamt 758 Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner belegte die Stadt unter den kreisfreien Städten Platz drei und lag damit 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt.

Hinter diesem Wachstum stehen gezielte lokale Maßnahmen. Die 2023 gestartete Wohnungsbauinitiative der Stadt floss mit rund 43 Millionen Euro in das kommunale Wohnungsbauunternehmen. 2025 förderten weitere 43,2 Millionen Euro an Subventionen den Bau von 218 neuen Wohneinheiten – fast so viele wie im Rekordjahr zuvor. Auch die Investitionen in den sozialen Wohnungsbau stiegen stark an: 2024 wurden 274 Prozent des Budgets ausgeschöpft, während es 2021 nur fünf Prozent waren.

Während der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen insgesamt auf einem langjährigen Tiefstand verharrt, hat Mönchengladbach durch gezielte Förderung und kommunale Investitionen seinen Wohnungsbestand deutlich ausgebaut. Der Ansatz der Stadt steht damit im deutlichen Kontrast zum allgemeinen Rückgang im Land.

Quelle