Norbert Himmler bleibt trotz sinkender Quoten ZDF-Intendant – eine Ära ohne Alternative
Claudia SchmidtNorbert Himmler bleibt trotz sinkender Quoten ZDF-Intendant – eine Ära ohne Alternative
Norbert Himmler ist vom Rundfunkrat als ZDF-Intendant wiederbestätigt worden. Die Entscheidung sichert ihm eine weitere Amtszeit – trotz vergangener Kontroversen und sinkender Einschaltquoten bei zentralen Formaten. Seine Karriere beim Sender umfasst fast 25 Jahre, und im aktuellen Auswahlverfahren gab es keine ernsthafte Konkurrenz.
Geboren 1971 in Mainz, studierte Himmler dort auch Politikwissenschaft und Germanistik – in derselben Stadt, in der der ZDF-Hauptsitz liegt. 1998 begann er als Volontär beim Sender und stieg kontinuierlich auf: zunächst als Assistent des Chefredakteurs, später als Leiter der Programmplanung und der Fiction-Abteilung. Später verantwortete er den Start von ZDFneo, bevor er Programmdirektor wurde.
2014 setzte Himmler als Programmdirektor der langjährigen Unterhaltungsshow Wetten, dass..? ein Ende – ein Schritt, der das Aus einer Ära markierte. Doch 2021, nun als Intendant, holte er die Sendung zurück. Die Neuauflage startete mit 4,5 bis 5 Millionen Zuschauern pro Folge, doch bis 2025 sanken die Quoten auf etwa 3 bis 3,5 Millionen. Ein deutlicher Kontrast zu den Spitzenwerten vor 2014, als Folgen regelmäßig 6 bis 8 Millionen Zuschauer erreichten.
Der Rundfunkrat bestätigte seine Wiederbestellung am Freitag und sicherte damit seine weitere Führung. Himmlers Jahresgehalt als Intendant beträgt 372.000 Euro. Trotz Kritik und Skandale war seine Position im Auswahlverfahren nie ernsthaft gefährdet.
Mit der Wiederbestellung bleibt Himmler für die kommenden Jahre an der Spitze des ZDF. Seine gesamte Laufbahn spielte sich innerhalb des Senders ab – vom Volontär bis in die höchste Führungsposition. Seine Arbeit wird weiterhin die Zukunft des ZDF prägen, von der Programmgestaltung bis zur strategischen Ausrichtung.