Niedersachsen startet ökumenisches Schulfach für christliche Religionslehre
Finn ZimmermannNiedersachsen startet ökumenisches Schulfach für christliche Religionslehre
Niedersachsen führt in diesem Sommer ein neues Schulfach ein: Christliche Religionslehre ersetzt die bisherigen evangelischen und katholischen Unterrichtsangebote. Die Umstellung ist das Ergebnis jahrelanger Gespräche zwischen den Kirchen, die einen gemeinsamen Lehrplan erarbeitet haben.
Die ökumenische Tradition des Landes machte das Modell zu einer naheliegenden Lösung. In intensiven Verhandlungen entwickelten die Kirchen das einheitliche Programm – nicht alle Mitglieder standen der Idee von Anfang an unterstützend gegenüber.
Wie Hamburg berichtet, verfolgen mittlerweile viele andere Bundesländer das Projekt mit großem Interesse. Besonders aus kirchlichen Kreisen gebe es wachsende Neugier, so Hamburg. Gleichzeitig räumt sie ein, dass nicht jede Region über die nötige Infrastruktur verfüge, um das Modell kurzfristig zu übernehmen.
Der Startschuss für das neue Fach fällt in Niedersachsen in den kommenden Monaten. Hamburg geht davon aus, dass es sich langfristig auch in anderen Bundesländern durchsetzen wird. Ob der Erfolg Schule macht, hängt jedoch von den lokalen Gegebenheiten und der Vorbereitung ab.






