Niedersachsen setzt KI-Übersetzer für Gerichte und Behörden ein – bundesweite Einführung geplant
Hannah FuchsNiedersachsen setzt KI-Übersetzer für Gerichte und Behörden ein – bundesweite Einführung geplant
Niedersachsens Justiz- und Finanzministerium führen KI-gestütztes Übersetzungswerkzeug für Gerichte und Behörden ein
Ursprünglich für die Steuerverwaltung entwickelt, soll das System nun bundesweit für die Justizarbeit angepasst werden. Laut Behördenvertretern wird es Verfahren mit internationalem Bezug beschleunigen und gleichzeitig Kosten sparen.
Die neue Lösung basiert auf dem bestehenden KI-System InDA (Intelligente Datenanalyse in internationalen Steuerprüfungen), das vom Landesamt für Steuern Niedersachsen entwickelt wurde und bereits in der Steuerverwaltung zum Einsatz kommt. Nun soll das Justizministerium die Funktionen erweitern, um den Bedürfnissen von Gerichten und anderen Behörden gerecht zu werden.
Ziel ist es, rechtssichere Übersetzungen nach dem „Einer für alle“-Prinzip bereitzustellen und das Tool flächendeckend nutzbar zu machen. Das Justizministerium erhielt die umfassenden Nutzungs-, Bearbeitungs- und Verbreitungsrechte für das System.
Finanzminister Gerald Heere betonte die Vorteile des ressortübergreifenden Projekts. Justizministerin Kathrin Wahlmann ergänzte, die Lösung sei bedarfsgerecht konzipiert und soll möglichst vielen Institutionen zugutekommen. Beide Ministerien erwarten, dass das Tool Zeit spart und Ausgaben in mehrsprachigen Verfahren reduziert.
Die KI-Übersetzungsplattform wird schrittweise bei Justizbehörden in ganz Deutschland eingeführt. Sie soll internationale Rechtsverfahren effizienter gestalten und dabei Präzision sowie Wirtschaftlichkeit gewährleisten. Das Projekt steht für die Zusammenarbeit von Steuer- und Justizverwaltungen, um öffentliche Dienstleistungen zu verbessern.






