23 May 2026, 14:10

Neues Bündnis kämpft für radikale Reformen im deutschen Bildungssystem

Koalition für ein gerechteres Schulsystem in Berlin gegründet

Neues Bündnis kämpft für radikale Reformen im deutschen Bildungssystem

„Gute Schulen für alle“: Neues Bündnis fordert radikale Bildungsreform

Ein neues Bündnis mit dem Namen „Gute Schulen für alle“ drängt auf tiefgreifende Veränderungen im Bildungssystem. Die Initiative setzt sich für demokratischere, inklusivere und gerechtere Schulen ein. Am Donnerstag wird Jennifer Rosin, die Landesschülervertreterin Berlins, die zentralen Forderungen vorstellen.

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Das Bündnis vereint Schüler- und Elternvertretungen, das „Bündnis für Inklusion“ sowie Kampagnen wie „Schule muss anders“ und „Macht Bildung laut“. Ziel ist es, drängende Probleme an Schulen anzugehen – von psychischen Belastungen bis hin zu Ausgrenzung. Rosin betont, dass zu viele Schüler:innen mit Einsamkeit, Krankheiten oder Stress kämpften – Zustände, die sie als inakzeptabel bezeichnet.

Gleichzeitig schwindet das Vertrauen in die Demokratie, und das Bündnis argumentiert, dass Schulen eine Schlüsselrolle bei ihrer Stärkung spielen müssen. Als Beispiel für systemische Versägen wird genannt, dass in Berlin derzeit 2.800 Kinder ohne jeden Zugang zu Bildung sind. Janine Schott vom „Berliner Bündnis für schulische Inklusion“ kritisiert diese Lücke als deutliches Zeichen für Ungerechtigkeit.

Die Initiative pocht auf konkrete Veränderungen statt bloßer Konzeptdiskussionen. Lydia Puschnerus, Lehrerin und Vertreterin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), unterstreicht, dass echte Verbesserungen nur möglich seien, wenn Lehrkräfte genug Zeit erhielten, um Schüler:innen angemessen zu unterstützen. Das Bündnis hat eine detaillierte Liste mit Maßnahmen erarbeitet, die mehr Chancengerechtigkeit, Inklusion und demokratische Mitbestimmung in Schulen vorantreiben sollen.

Auch die Landesschülervertretung (LSA) fordert einen grundlegenden Wandel in der Bildungspolitik. Kleine Reformen reichen demnach nicht aus – nötig sei ein grundsätzliches Umdenken darüber, wie Schulen funktionieren.

Am Donnerstag wird das Bündnis „Gute Schulen für alle“ seine Forderungen vorlegen, gestützt durch konkrete Vorschläge. Im Mittelpunkt stehen faire Bildungschancen für alle, bessere psychologische Unterstützung und echte Mitspracherechte für Schüler:innen. Die Initiative kommt zu einer Zeit wachsender Sorgen über zunehmende Ungleichheit und schwindendes Vertrauen in demokratische Institutionen.

Quelle