Mickey Rourkes wildes Leben zwischen Hollywood-Ruhm und Boxring-Drama
Hannah FuchsMickey Rourkes wildes Leben zwischen Hollywood-Ruhm und Boxring-Drama
Mickey Rourke war einst einer der größten Stars Hollywoods. Mitte der 1980er Jahre verdiente er eine halbe Million Dollar für 9 ½ Wochen und wurde zum weltweiten Sexsymbol. Doch bis 1991 hatte sein Leben eine dramatische Wende genommen – er verließ die Schauspielerei für ein brutales Comeback im Profiboxen.
Frustriert von schlechten Filmrollen, finanziellen Problemen und Kämpfen gegen Kokain- und Heroinsucht, wandte Rourke Hollywood den Rücken zu. In seiner Jugend hatte er als Amateur geboxt, und nun, mit 39 Jahren, stieg er wieder als Halbschwergewichtler in den Ring. Zwischen 1991 und 1994 bestritt er acht Kämpfe, mit sechs Siegen und zwei Unentschieden. Die Kämpfe forderten ihren Tribut: gebrochene Nasen, zerschmetterte Jochbeine und eine aufgespaltene Zunge hinterließen bleibende Schäden.
Sein Privatleben geriet in dieser Zeit völlig aus den Fugen. 1994 warf ihm seine damalige Ehefrau Carré Otis häusliche Gewalt vor, die Anklage wurde jedoch später fallengelassen. Doch Rourke gab das Boxen nie ganz auf. Selbst mit 62 Jahren stieg er noch einmal in den Ring und gewann 2014 in Moskau einen Ausstellungskampf durch technischen K.o.
Anfang der 2000er Jahre kehrte er langsam zur Schauspielerei zurück. Nebenrollen in Filmen wie Get Carter und Sin City markierten sein Comeback. Dann, 2008, brachte ihm The Wrestler kritischen Ruhm ein – einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Doch die finanziellen Probleme blieben. 2025 drohte ihm die Zwangsräumung seiner Wohnung in Los Angeles wegen 59.000 Dollar ausstehender Miete.
Rourkes Karriere schwankte zwischen Hollywood-Höhenflügen und brutalen Tiefschlägen. Von einer halben Million Gage in den 1980ern bis zu Boxverletzungen und juristischen Auseinandersetzungen spiegelt sein Leben Widerstandskraft und Chaos wider. Nun, in seinen 70ern, bleibt sein Erbe sowohl mit der Leinwand als auch mit dem Boxring verbunden.