21 March 2026, 22:06

McCormick will Knorr übernehmen – droht der Abschied einer deutschen Kultmarke?

Ein Teller mit einem einzigen Lebensmittel.

McCormick will Knorr übernehmen – droht der Abschied einer deutschen Kultmarke?

Kultmarke Knorr könnte bald den Besitzer wechseln

Der US-amerikanische Gewürzhersteller McCormick & Company zeigt Interesse daran, die traditionsreiche deutsche Lebensmittelmarke Knorr vom Konzern Unilever zu übernehmen. Sollte der Deal zustande kommen, könnte er Milliarden Dollar wert sein.

Knorr gehört seit dem Jahr 2000 zum Portfolio von Unilever – neben Marken wie Hellmann's und Pfanni. Nun könnte die Zukunft des Unternehmens bei einem US-amerikanischen Gewürzriesen liegen.

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McCormick & Company, mit Hauptsitz im Bundesstaat Maryland, ist weltweit führend im Markt für Gewürze und Würzmischungen. Das Unternehmen verzeichnete im Jahr 2025 einen Jahresumsatz von über 6 Milliarden Dollar und liegt damit deutlich vor Konkurrenten wie Safola und Givaudan. Seine starke Marktposition verdankt das Unternehmen jahrzehntelangen Übernahmen und internationalem Wachstum – mit höheren Gewinnmargen als viele Mitbewerber.

Der mögliche Verkauf von Knorr ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung unter Unilever-Chef Fernando Fernandez. Der Konzern betreibt derzeit vier Produktionsstandorte für Knorr in Deutschland. Im Falle einer Übernahme würde die Marke zu McCormicks bestehendem Portfolio gehören, zu dem auch scharfe Saucen und eine breite Palette an Würzmitteln zählen.

Ein erfolgreicher Deal würde den Jahresumsatz von McCormick in Richtung 7 Milliarden Dollar treiben. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 14.000 Mitarbeiter. Knorrs etablierte Präsenz in Europa könnte die globale Reichweite von McCormick weiter stärken.

Der Verkauf wäre ein bedeutender Einschnitt für Knorr, eine Marke, die tief in der deutschen Esskultur verwurzelt ist. Gelänge die Transaktion, würde McCormick einen bekannten Namen im Bereich Suppen, Saucen und Gewürze gewinnen. Gleichzeitig würde sich das Portfolio von Unilever neu formieren, während der Konzern seine Geschäftsstrategie weiter anpasst.

Quelle