Marzahner Pride Week feiert Widerstand mit Demo und Nachbarschaftsfest trotz rechtsextremer Bedrohungen
Finn SimonMarzahner Pride Week feiert Widerstand mit Demo und Nachbarschaftsfest trotz rechtsextremer Bedrohungen
Marzahner Pride Week feiert siebte Auflage – mit Demonstration und Nachbarschaftsfest
Die Marzahner Pride Week geht in ihre siebte Runde und gipfelt in einer Demonstration durch den Bezirk. Die Veranstaltung setzt sich für die Sichtbarkeit und Rechte queerer Communities ein – mit besonderem Fokus auf Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus. Organisiert wird die Woche vom Verein Quarteera e.V., zu einer Zeit, in der marginalisierte Gruppen in der Region zunehmend unter Druck geraten.
Der Demonstrationszug startet um 12 Uhr auf der Allee der Kosmonauten. Eröffnet wird die Veranstaltung mit Reden von Vanessa Krah, der Queer-Beauftragten Marzahns, und Gordon Lemm. Ab 14:30 Uhr folgt ein queeres Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.
In den vergangenen Jahren wurden Pride-Veranstaltungen vermehrt von rechtsextremen Bedrohungen überschattet. 2022 hatte die neonazistische Gruppe „Deutsche Jugend Voran“ die Marzahner Pride ins Visier genommen. Im vergangenen Jahr waren fast die Hälfte aller Pride-Events in Deutschland von Angriffen, Störungen oder Einschüchterungsversuchen betroffen. Auch die Berliner Meldestelle für diskriminierende Vorfälle verzeichnet einen Anstieg körperlicher Übergriffe und rechtsextremer Propaganda in Marzahn.
Bisher gibt es keine Hinweise auf rechtsextreme Mobilisierungen gegen die diesjährige Veranstaltung. Dennoch warnt Krah vor falscher Sicherheit: In der Vergangenheit habe es kurzfristig organisierte Neonazi-Aufmärsche und gezielte Einschüchterungen gegeben.
Die Marzahner Pride Week steht für den Widerstandsgeist queerer Communities angesichts wachsender rechtsextremer Aktivitäten. Die Veranstaltung bietet eine Plattform für Sichtbarkeit und Solidarität – und thematisiert gleichzeitig die anhaltenden Bedrohungen. Die Organisator:innen bleiben wachsam, während Demonstration und Fest ihren Lauf nehmen.






