18 April 2026, 12:08

Martin Günther kämpft im EU-Parlament für Klimagerechtigkeit und faire Förderung

Alte 19. Jahrhundert-Karte von Europa, die politische Teilung zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

Martin Günther kämpft im EU-Parlament für Klimagerechtigkeit und faire Förderung

Martin Günther, ein 43-jähriger Volkswirt und Mitglied der Partei Die Linke, zog im Juni 2024 als Abgeordneter ins Europäische Parlament ein. Er folgte Carola Rackete nach, die im September des Vorjahres ihr Mandat niedergelegt hatte. Nun setzt er sich für eine sozial gerechte und klimafreundliche Transformation der europäischen Wirtschaft ein – doch die politischen Hürden sind beträchtlich.

Günther ist derzeit vollwertiges Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Sein Schwerpunkt liegt in der Klimapolitik, wo er der Europäischen Kommission vorwirft, einen künstlichen Gegensatz zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz aufzubauen. Stattdessen betont er, dass Großkonzerne und Industrienationen die Hauptverantwortung für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen tragen müssten.

Sein Heimatland Brandenburg erhält jährlich rund 350 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln. Doch durch geplante Umverteilungen könnte diese Summe um die Hälfte oder mehr schrumpfen. Günther wendet nun seine wirtschaftspolitischen Prinzipien auf den langfristigen Haushalt der EU an – insbesondere auf den Wettbewerbsfähigkeitsfonds –, um zu verhindern, dass solche Kürzungen die regionale Entwicklung untergraben.

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Für Günther ist die europäische Integration grundlegend ein linkes Projekt. Er ist überzeugt, dass nur die Einheit der linken Parteien faire und nachhaltige Politiken durchsetzen kann. Gleichzeitig räumt er ein, dass die Arbeit im EU-Parlament zermürbend sei und Erfolge keineswegs garantiert seien.

Günthers Einsatz für Klimagerechtigkeit und wirtschaftliche Fairness kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für Brandenburg und die gesamte EU. Sollten die Kürzungen wie geplant umgesetzt werden, droht seinem Bundesland der Verlust von Millionen an jährlicher Förderung. Seine Bemühungen konzentrieren sich nun darauf, die finanziellen Prioritäten des Blocks umzugestalten – bevor der nächste Haushaltszyklus neue Weichen stellt.

Quelle