Mann klammert sich an fahrenden Zug – und riskiert sein Leben für vergessenes Gepäck
Claudia SchmidtMann klammert sich an fahrenden Zug – und riskiert sein Leben für vergessenes Gepäck
Ein 46-jähriger Mann aus München hat sich bei einem lebensgefährlichen Manöver selbst in größte Gefahr gebracht, nachdem er sich während der Fahrt an die Außenseite eines Zuges geklammert hatte. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Ibbenbüren im Kreis Steinfurt und führte am Sonntag zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr.
Der Mann hatte am Osnabrücker Hauptbahnhof während einer Zigarettenpause seinen Zug verpasst. In Panik, weil er sein Gepäck im Zug vergessen hatte, kletterte er auf das Trittbrett zwischen zwei Wagen – obwohl der Zug bereits in Bewegung war. Ein aufmerksamer Bahnmitarbeiter entdeckte ihn und alarmierte sofort den Lokführer, der eine Notbremsung einleitete.
Auf dieser Strecke dürfen Züge bis zu 140 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Die abrupten Bremsmanöver verursachten Verspätungen bei zwölf verschiedenen Verbindungen. Der Mann kam zwar mit dem Schrecken davon, blieb aber unverletzt.
Die Behörden haben Ermittlungen wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet. Sie betonten, dass ein solch leichtsinniges Verhalten extrem gefährlich sei – ein Sturz aus einem hochgeschwindigkeitszug wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich ausgegangen.
Dem Mann drohen nun rechtliche Konsequenzen. Bahnvertreter wiesen darauf hin, dass Passagiere, die bemerken, dass sie Gepäck im Zug vergessen haben, umgehend das Personal informieren sollten, statt unkalkulierbare Risiken einzugehen. Der Vorfall dient als Mahnmal für die Lebensgefahr, die mit dem Versuch verbunden ist, sich an fahrende Züge zu hängen.






