Lissabons Aprilscherz über Drehkreuze an Aussichtspunkten täuschte viele
Hannah FuchsLissabons Aprilscherz über Drehkreuze an Aussichtspunkten täuschte viele
Ein Scherzartikel der Website Lisboa Secreta behauptete, Lissabon werde an seinen berühmten Aussichtspunkten strenge neue Regeln einführen. Die gefälschte Ankündigung umfasste Drehkreuze, Zeitlimits und Bußgelder für Besucher, die zu lange verweilten. Die Geschichte verbreitete sich rasant, bevor sie als Aprilscherz entlarvt wurde.
Der Schwindel ahmte reale Maßnahmen nach, wie sie in anderen europäischen Städten zu finden sind – etwa das ticketbasierte Betreten des Park Güell in Barcelona oder die Besucherobergrenzen in Venedig. Selbst eine Strafe von 15 Euro für all jene wurde vorgeschlagen, die sich zu lange an Orten wie Graça oder Senhora do Monte aufhielten.
Der Scherz beschrieb ein angebliches Pilotprojekt, das am 1. April 2023 starten sollte. Glas-Drehkreuze und ein 15-Minuten-Limit an drei bekannten Aussichtspunkten – Senhora do Monte, Santa Catarina und Amoreiras – gehörten dazu. Einheimische mit Steuerregistrierung in historischen Stadtteilen sollten einen Sonderausweis für verlängerte Besuchszeiten erhalten.
Die erfundenen Regeln sahen zudem ein Ampelsystem zur Anzeige der Verfügbarkeit sowie ein Ticketverfahren vor. Zuwiderhandelnde hätten sich mit gesperrten Drehkreuzen und einer Strafe von 15 Euro konfrontiert gesehen – getauft auf den Namen Steuer für übermäßige Inanspruchnahme von Panoramaraum (TOEEC, im Original Tax on Excessive Occupation of Panoramic Space). Die Einnahmen aus den Bußgeldern sollten angeblich die tägliche Reinigung der technisch ausgestatteten Standorte finanzieren.
Der Artikel zog Parallelen zu real existierenden Systemen in Barcelona und Venedig, wo Online-Reservierungen und Kapazitätsgrenzen die Touristenströme regulieren. Anders als in diesen Städten plant Lissabon jedoch derzeit keine derartigen Einschränkungen an seinen Aussichtspunkten.
Der Lisboa-Secreta-Scherz täuschte viele, indem er fiktive Regeln mit realen Beispielen vermischte. Drehkreuze, Zeitbegrenzungen oder Strafen wird es an Lissabons Aussichtspunkten jedoch nicht geben. Der Aprilscherz zeigte, wie leicht Satire offizielle Bekanntmachungen imitieren kann.






