18 June 2026, 12:07

Linke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Schwerdtner distanziert sich von der Linken Jugend

Linke distanziert sich von Stalin-Lob und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Die Führung der Linken hat sich von umstrittenen Äußerungen ihres Jugendverbandes Linksjugend [ˈsolid] distanziert. In den Aussagen wurden Stalin und Mao gelobt sowie antisemitische Kommentare über Israel getätigt. Die Parteivorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer haben Konsequenzen gegen die beleidigenden Aussagen gefordert.

Laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks wurden die Äußerungen von Mitgliedern der Linksjugend [ˈsolid] in einem internen Forum veröffentlicht. Dabei war im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg von „israelischen Konzentrationslagern“ und einem „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“ die Rede. Die Gruppe, die 14.300 aktive Mitglieder zählt, stand bereits im November 2022 und Februar 2023 wegen ähnlicher Aussagen in der Kritik.

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Die Parteispitze der Linken lehnte die positiven Bezüge auf Stalinismus und die DDR ab und verurteilte zudem die antisemitischen Aussagen über Israel. Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Linken in Thüringen, forderte eine klare Verurteilung der Äußerungen auf dem kommenden Bundesparteitag.

Linksjugend [ˈsolid] hat in einer Stellungnahme die DDR und ähnliche Systeme sowie Antisemitismus abgelehnt. Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner bestätigte, dass die Partei die Vorwürfe prüft und Konsequenzen anstrebt. Der Jugendverband wird Delegierte zum anstehenden Bundesparteitag entsenden, auf dem das Thema voraussichtlich behandelt wird.

Die Linke zählt bundesweit rund 126.000 Mitglieder. Die Reaktion der Parteiführung zeigt eine klare Haltung gegen die umstrittenen Aussagen. Die Untersuchungen und möglichen Konsequenzen werden innerhalb der Partei weiter diskutiert.

Quelle