Leroy Sané: Warum die Kritik an Deutschlands umstrittenem Star nicht verstummt
Claudia SchmidtLeroy Sané: Warum die Kritik an Deutschlands umstrittenem Star nicht verstummt
Leroy Sanés Rolle in der deutschen Nationalmannschaft hat eine hitzige Debatte ausgelöst. Die Diskussionen begannen nach seiner Nominierung und seinem Wechsel zu Galatasaray Istanbul. Trotz seiner Leistungen auf dem Platz hält die Kritik an ihm an.
Der 7:1-Sieg Deutschlands gegen Curaçao brachte Sanés Kritiker kaum zum Schweigen. Auch nach dem Spiel gegen die Elfenbeinküste stand er im Mittelpunkt. Selbst nach seinem Siegtreffer gegen die USA blieben seine schwächeren Auftritte ein Gesprächsthema.
Seine erste Saison in Istanbul goss zusätzlich Öl ins Feuer. Mit nur sieben Toren in 43 Spielen sahen viele den Wechsel in die türkische Liga als sportlichen Rückschritt. Einige warfen ihm vor, finanziellen Interessen den Vorrang vor seiner Zukunft in der Nationalelf eingeräumt zu haben.
Doch Sané hat auch entscheidende Momente geliefert. Im November 2022 sicherten seine zwei Tore und eine Vorlage gegen die Slowakei Deutschlands WM-Qualifikation. Mannschaftskollegen wie Joshua Kimmich und Julian Nagelsmann verteidigten ihn und betonten seinen Arbeitseinsatz sowie seine defensiven Leistungen. Auch İlkay Gündoğan meldete sich zu Wort und schrieb im Spiegel, dass ständige Kritik einen kreativen Spieler wie Sané einengen könne.
Die Debatte um Sané ist mittlerweile so laut geworden, dass sie andere Teamthemen überlagert. Selbst die umstrittene Torhüterfrage ist in den Hintergrund gerückt. Dass Nadiem Amiri in einer Pressekonferenz keine Fragen zu seinem direkten Konkurrenten Jamal Musiala stellte, unterstreicht die einseitige Fokussierung auf Sané.
Die öffentliche Prüfung Sanés bleibt ungewöhnlich scharf. Seine Position im Team spaltet weiterhin die Meinungen. Gleichzeitig bieten seine Leistungen auf dem Platz und die Unterstützung seiner Mitspieler eine Gegenposition zur Kritik.
