Krankenkassen fordern klare Bedingungen für sinkende Beiträge bis 2030
Claudia SchmidtKrankenkassen fordern klare Bedingungen für sinkende Beiträge bis 2030
Krankenkassenbeiträge könnten sinken – doch nur unter strengen Auflagen
Führende Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland haben klare Bedingungen für mögliche Beitragssenkungen genannt. Ihre Äußerungen folgen auf die Debatten um den aktuellen Entwurf der Gesundheitsreform der Bundesregierung.
Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, lehnte die Vorstellung ab, dass die Beiträge mit dem derzeitigen Gesetzentwurf sinken könnten. Echte Entlastungen seien seiner Meinung nach nur möglich, wenn die Steuergelder die Krankenversicherungskosten für Bezieher von Grundsicherungsleistungen vollständig abdecken würden. Storm schlug vor, diese Ausgaben bis 2030 in den Bundeshaushalt zu verlagern – ein Schritt, der die Beiträge seiner Einschätzung nach um 0,5 Prozentpunkte senken könnte.
Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, betonte die Notwendigkeit politischen Willens. Er warnte davor, die Reform zu verwässern, und forderte eine gerechtere Finanzierung der sozial bedingten Gesundheitskosten. Zudem verwies Baas darauf, dass Einsparungen im Arzneimittelbereich ebenfalls zu niedrigeren Beiträgen beitragen könnten.
Beide Manager waren sich einig: Senkungen sind möglich – aber nur mit klaren finanziellen Anpassungen und konsequenten Reformbemühungen.
Die Spitzen der Krankenkassen haben damit einen Weg zu niedrigeren Beiträgen aufgezeigt. Ihre Vorschläge setzen auf steuerfinanzierte Gesundheitsleistungen für Sozialleistungsempfänger und strengere Kostendämpfung. Ohne diese Maßnahmen, so ihre Botschaft, seien Beitragssenkungen im Rahmen der aktuellen Pläne unwahrscheinlich.






