09 June 2026, 12:08

Klingbeil will Rente mit betrieblicher Vorsorge und mehr Beitragszahlern retten

Klingbeil für verpflichtende betriebliche Altersvorsorge

Klingbeil will Rente mit betrieblicher Vorsorge und mehr Beitragszahlern retten

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil unterstützt Forderungen nach verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorgen, um die Rentenversicherung in Deutschland langfristig abzusichern. Seine Position deckt sich mit den Vorschlägen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der gleichzeitig Pläne für eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre entschieden ablehnt.

Klingbeil betonte, dass die gesetzliche Rente weiterhin das Fundament der Altersvorsorge bleiben müsse. Er argumentierte, dass eine Ausweitung des Kreises der Beitragszahler – einschließlich Selbstständiger – das System stabilisieren würde, insbesondere in Phasen wirtschaftlichen Wachstums.

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Der Minister sprach sich zudem für Anreize wie die Frühstart-Rente aus, um private Altersvorsorge frühzeitiger und in größerem Umfang zu fördern. Unterstützung erhielt er dabei von Ernesto Harder, dem DGB-Landesvorsitzenden, der darauf hinwies, dass die Lebenserwartung in Deutschland seit 15 Jahren nicht mehr gestiegen sei. Beide waren sich einig, dass eine Verbreiterung der Beitragsbasis entscheidend für die langfristige Stabilität des Systems sei.

Der DGB lehnt unterdessen eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre scharf ab und bezeichnet dies als „brutale Sparmaßnahme“ und „harten Schlag“ für die Arbeitnehmer. Klingbeil bereitet sich nun auf Spitzengespräche mit Gewerkschaften und Arbeitgebern vor, um durch anstehende Reformen Wirtschaft und Arbeitsmarkt zu stärken.

Wirtschaftswachstum bleibt ein zentrales Thema in den geplanten Beratungen, bei denen die Regierung nach Lösungen sucht, um die Rentenfinanzierung auszugleichen, ohne künftige Rentner übermäßig zu belasten. Die nächsten Schritte der Regierung konzentrieren sich auf Verhandlungen mit den Sozialpartnern zur Reform des Rentensystems. Klingbeils Vorschläge – darunter verpflichtende betriebliche Altersvorsorge und höhere Beiträge der Unternehmen – werden im Mittelpunkt der Diskussionen stehen. Eine endgültige Entscheidung über Änderungen des Renteneintrittsalters steht jedoch noch aus.

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