K+S setzt auf Windkraft: Direktstrom für das Werra-Werk ohne öffentliches Netz
Finn SimonK+S setzt auf Windkraft: Direktstrom für das Werra-Werk ohne öffentliches Netz
K+S schließt Direktliefervertrag mit MPC Capital ab und versorgt Teil seines Werra-Verbundwerks mit Ökostrom
Der Düngemittelhersteller K+S hat mit der Hamburger Investmentgesellschaft MPC Capital einen Direktliefervertrag unterzeichnet, um einen Teil seines Kalibergswerks im hessisch-thüringischen Werra-Verbund mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Das Besondere: Der Strom wird vollständig am öffentlichen Netz vorbeigeführt – ein Novum für das Unternehmen. Ab August sollen zwei Windkraftanlagen die Anlage direkt beliefern.
Die beiden von MPC Capital betriebenen Turbinen stehen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Gemeinsam verfügen sie über eine Leistung von 11,4 Megawatt. Der erzeugte Windstrom fließt direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen Erzeugnissen des Werks ein.
Für den Anschluss der Windkraftanlagen investierte K+S einen mittleren sechsstelligen Betrag. Die technischen Arbeiten wurden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Die direkte Stromlieferung steigert nicht nur die Effizienz, sondern entlastet auch das lokale Netz im Werra-Tal. Zudem ermöglicht sie dem Unternehmen eine langfristige Planung der Energiekosten und spart Netzentgelte ein.
Dr. Jens Christian Keuthen, Vorstandsmitglied von K+S, betonte, dass das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Ziel des Konzerns leiste, bis 2045 klimaneutral zu werden. Der Vertrag sei richtungsweisend, da es für eine solche Vereinbarung bisher keine Standardvorlage gegeben habe.
Ab August wird die Windenergie das Werk direkt versorgen. Das Modell der Direktbelieferung ermöglicht es K+S, erneuerbare Energien zu nutzen, ohne auf das öffentliche Stromnetz angewiesen zu sein. Damit sollen sowohl die Energieeffizienz als auch die Kostensicherheit des Unternehmens gestärkt werden.
