07 May 2026, 06:08

Jungheinrichs Krise: Gewinn halbiert, Marktwert stürzt um 30 Prozent ab

Logo des 48. Versorgungsgeschwader mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern und einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsmanagement" in blau, alles von einem weißen Rand umgeben und mit dem Text "48. Versorgungsgeschwader" in fetter schwarzer Schrift.

Jungheinrichs Krise: Gewinn halbiert, Marktwert stürzt um 30 Prozent ab

Jungheinrich: Deutscher Staplerhersteller kämpft mit drastischem Gewinnrückgang und Wertverlust

Der deutsche Industriegabelstapler-Hersteller Jungheinrich verzeichnet einen deutlichen Rückgang bei Erträgen und Marktbewertung. Die Probleme des Unternehmens verschärfen sich durch harte Konkurrenz und Arbeitskonflikte am Standort Lüneburg. Zudem sorgen jüngste Führungswechsel für Unruhe im Vorstand.

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Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte ein. Dieser Einbruch trug zu einem Rückgang der Marktkapitalisierung um fast 30 Prozent seit Ende 2025 bei – aktuell liegt sie bei etwa 2,6 Milliarden Euro. Ein Streik im Werk Lüneburg und der zunehmende Wettbewerbsdruck haben die finanzielle Performance zusätzlich belastet.

Heike Wulff, die Anfang 2026 in den Vorstand eingetreten war, verlässt das Unternehmen früher als geplant. Ihr ursprünglich bis Mai 2027 laufender Vertrag wird nach einer einvernehmlichen Lösung mit dem Aufsichtsrat nicht verlängert. Vorstandsvorsitzender Lars Brzoska übernimmt vorläufig die Finanzverantwortung, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist.

Jungheinrich bleibt weiterhin in Familienhand. Die 54 Millionen stimmberechtigten Stammaktien, die 53 Prozent des Gesamtkapitals repräsentieren, sind gleichmäßig auf die Nachkommen der beiden Töchter des Firmengründers Friedrich Jungheinrich aufgeteilt. Die 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien werden hingegen frei an der Börse gehandelt.

Nun steht das Unternehmen vor der Herausforderung, die Finanzen zu stabilisieren und gleichzeitig eine neue Finanzchefin oder einen neuen Finanzchef zu finden. Mit Brzoska als interimistischem Verantwortlichen muss Jungheinrich sowohl operative Rückschläge als auch den Führungswechsel bewältigen. Wie dies gelingt, wird entscheidend für die Erholung in einem hart umkämpften Markt sein.

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