Joyn nimmt Jerks. nach Deepfake-Vorwürfen gegen Christian Ulmen vom Programm
Finn Simon"jerks." nicht mehr auf Joyn verfügbar - Joyn nimmt Jerks. nach Deepfake-Vorwürfen gegen Christian Ulmen vom Programm
Die deutsche Streaming-Plattform Joyn hat die Comedy-Serie Jerks. aus ihrem Programm genommen, nachdem schwere Vorwürfe gegen den Schauspieler Christian Ulmen bekannt geworden sind. Der Schritt folgt öffentlichen Anschuldigungen der Schauspielerin Collien Fernandes, die Ulmen vorwirft, über Jahre hinweg gefälschte Online-Profile unter ihrem Namen erstellt und Deepfake-Pornografie verbreitet zu haben.
Der Fall hat große Aufmerksamkeit erregt – allein Fernandes' Instagram-Post erhielt über 350.000 Likes. Zudem werden Parallelen zum viel diskutierten Fall um Dominique Pelicot gezogen.
Die Vorwürfe wurden erstmals am 19. und 20. März 2026 öffentlich, als Fernandes ihre Anschuldigungen veröffentlichte. Sie beschuldigt Ulmen – ihren Ex-Mann und ehemaligen Jerks.-Co-Star –, sie im Internet impersoniert, mit Männern aus ihrem privaten und beruflichen Umfeld sexuelle Chats geführt und manipuliertes explizites Material verbreitet zu haben.
Der Sender ProSieben, der die Serie produziert, betonte zwar den Grundsatz der Unschuldsvermutung, doch Joyn reagierte umgehend und entfernte Jerks. aus seinem Angebot. Die Serie, in der Fernandes und Ulmen ein ehemaliges Paar spielen, ist damit vorerst nicht mehr abrufbar.
Bisher gibt es keine weiteren Stellungnahmen von Branchenvertretern oder Informationen zum beruflichen Status Ulmens. Der Fall sorgt weiterhin für intensive öffentliche Debatten, insbesondere in den sozialen Medien.
Joyns Entscheidung, Jerks. abzusetzen, ist eine deutliche Reaktion auf die Vorwürfe gegen Ulmen. Der Fall bleibt im Fokus der Öffentlichkeit, wobei Fernandes' Anschuldigungen Erinnerungen an frühere Skandale um Online-Belästigung und den Missbrauch von Deepfake-Technologie wecken. Bisher wurden keine rechtlichen Schritte oder offizielle weitere Erklärungen bekannt gegeben.






